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Fußball International

6:1! Die Bayern zeigten Glasners Team den Meister

Von Alexander Zambarloukos  05. August 2022 23:01 Uhr

Jubel, Trubel, Heiterkeit bei den Stars des FC Bayern München

Fußball: Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt war im Saison-Eröffnungsmatch der deutschen Bundesliga chancenlos

Das war eine Machtdemonstration des amtierenden Meisters. Wer mit einem Abtasten zum Auftakt der 60. Saison der deutschen Bundesliga gerechnet hatte, befand sich auf dem Holzweg. Der FC Bayern spielte die Eintracht aus Frankfurt in deren Wohnzimmer nach allen Regeln der Fußballkunst aus. Das Team von Oliver Glasner hatte vor 51.500 (überwiegend weiß gekleideten) Fans nicht den Funken einer Chance und am Ende empfindlich hoch mit 1:6 (0:5) das Nachsehen.

Joshua Kimmich (5.), Benjamin Pavard (11.), Liverpool-Zugang Sadio Mane (29.), der hochtalentierte 19-jährige Jamal Musiala (35., 83.) und Serge Gnabry (43.) machten das Schützenfest perfekt. Das Ehrentor für die Hessen ging auf das Konto von Kolo Muani (64.). „Die Energie, die man spürt, ist schon herausragend. Wir haben jetzt elf Tore in zwei Spielen (inklusive 5:3 bei RB Leipzig im Supercup, Anm.) geschossen, da sollten wir zufrieden sein“, sagte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann.

5:0 zur Pause

Dieses eher einseitige Spektakel hatte es in sich, der Europa-League-Champion aus Frankfurt war dem druckvollen, variantenreichen, schnörkellosen und technisch fast perfekten Hochgeschwindigkeitsfußball der Bayern in keiner Phase der ersten Halbzeit gewachsen. Das galt auch für Weltmeister Mario Götze, der zwar viel lief, aber kaum Impulse setzen konnte. 

Beim Stand von 0:2 durfte sich Frankfurt noch leise Hoffnungen machen, weil Tuta (13./Stange) und Jesper Lindström (27./knapp daneben) zwei Top-Chancen vorfanden. Doch die Münchner (mit ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer bis zur 57. Minute) verstanden den Warnschuss und schalteten sofort einen Gang höher. 5:0 zur Pause – Erinnerungen an das 8:0 der Bayern über Schalke im Eröffnungsmatch 2020 wurden wach.

„Die Bayern waren einfach zu gut für uns“

Es brannte nicht nur im Strafraum, sondern auch auf den Tribünen lichterloh. Der harte Kern des Eintracht-Anhangs entlud seinen Frust in der Pyrotechnik. Ein Pfeifkonzert hatte es nur vor dem Anstoß bei der deutschen Nationalhymne gegeben. Warum auch immer?

Die Münchner wollten nach dem Abgang von Torjäger Robert Lewandowski unberechenbarer werden, das scheint zu gelingen. Frankfurt darf sich – wenn überhaupt – an der zweiten Halbzeit, die 1:1 endete, aufrichten. Am Mittwoch (21 Uhr) wartet mit Champions-League-Sieger Real Madrid das nächste Kaliber. Dann geht es in Helsinki um den europäischen Supercup. 

„Die Bayern waren einfach zu gut für uns, das muss man anerkennen. Wir haben sie zu hoch attackiert und ihnen Räume gegeben. Es war ein gebrauchter Tag für uns“, analysierte Coach Glasner, der den treuen Eintracht-Fans verbal den roten Teppich ausrollte. „Sie waren ein Wahnsinn heute. Sie haben uns auch noch angefeuert, als das Spiel schon gelaufen war. Das war mega“, sagte der 47-jährige Riedauer. 

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Alexander Zambarloukos

Redakteur Sport

Alexander Zambarloukos

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