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Fußball International

1:2 - Rapid war gegen Arsenal nicht vom Glück verfolgt

Von Alexander Zambarloukos  22. Oktober 2020 21:14 Uhr

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Links im Bild: Rapid-Torschütze Taxiarchis Fountas

WIEN. Taxiarchis Fountas hatte die starken Grün-Weißen in Führung geschossen, der FC Arsenal schaffte binnen vier Minuten die Wende und gewann 2:1 in Wien.

Der SK Rapid hat dem 13-fachen englischen Fußball-Meister, dem Rekordsieger im FA Cup (14 Titel) und Europapokalsieger der Pokalsieger 1994 alles abverlangt. Trotzdem stehen die Grün-Weißen nach dem 1:2 (0:0) gegen den FC Arsenal zum Auftakt der Gruppenphase in der Europa League mit leeren Händen da.

Nach einer zwischenzeitlich hoch verdienten 1:0-Führung ist das bitter und schade für die 3000 Fans im Wiener Allianz-Stadion, wo normalerweise bis zu 28.345 Zuschauer Platz finden. Trotz coronabedingter Reduktion war die Atmosphäre zumindest bis zu den späten Gegentoren blendend. Ein Hauch von Normalität.

Der Funke sprang von den Rängen auf den Rasen über. Rapid war richtig heiß. „Es ist etwas Besonderes, denn so oft spielt man nicht gegen Arsenal“, hatte Kapitän Dejan Ljubicic vor dem Anpfiff betont. Einen Jausengegner wollten der 23-Jährige und seine Kollegen auf keinen Fall abgeben.

Özil hat kein Leiberl mehr

Rapid kämpfte verbissen, setzte spielerische Akzente und hatte die erste Top-Chance an diesem Abend. Der Schuss des bärenstarken Neuzugangs Marcel Ritzmaier wurde gefährlich abgefälscht, aber zur Beute von Torhüter Bernd Leno (19.). Der Deutsche war mehr gefordert, als ihm lieb war.

Auf seinen Landsmann Mesut Özil (32) wird er noch länger warten müssen. Den exzentrischen Star hat Arsenal-Coach Mikel Arteta nicht nur aus dem Europa-League-Kader gestrichen, sondern darüber hinaus zur U23 verbannt. Der Spanier wurde deswegen von englischen Journalisten mit Fragen gelöchert, was diesem sichtlich auf die Nerven ging.

Özils blendend dotierter Vertrag (18,2 Millionen Pfund pro Jahr) läuft noch bis Sommer 2021. Mit dem Reservisten-Dasein hat der Weltmeister von 2014 freilich keine Freude. „Als ich 2018 meinen neuen Vertrag unterschrieb, versprach ich dem Verein, den ich liebe, Arsenal, meine Loyalität und Treue, und es macht mich traurig, dass dies nicht erwidert wurde“, sagte Özil. „Ich bin zutiefst enttäuscht. Wie ich gerade herausgefunden habe, ist Loyalität heutzutage schwer zu bekommen.“

Auch ohne Özil hat Arsenal viel Qualität. Der Marktwert des Kaders beziffert sich auf knapp 632 Millionen und übersteigt jenen Rapids fast 19-fach. Gestern war davon auf dem Rasen wenig zu sehen. Im Gegenteil. Rapid war gegen das Ensemble um Star-Verteidiger David Luiz und Top-Stürmer Alexandre Lacazette frech und oft in der Vorwärtsbewegung. Ercan Kara verzog in aussichtsreicher Position (42.). In der 49. Minute hätte Rapid nach einem Handspiel von Bukayo Saka einen Elfmeter bekommen können, in der Gruppenphase gibt es aber keinen Videobeweis, der die strittige Situation aufgeklärt hätte.
120 Sekunden später war der Frust vergessen und die Freude riesig. Leno vertendelte den Ball gegen Kara, Taxiarchis Fountas bedankte sich und traf staubtrocken zum 1:0 (51.). Kurz darauf hatte der Grieche die nächste große Möglichkeit (59.).

Doppelschlag schockte Rapid

Arteta wechselte Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang ein (61.), um die Wende zu erzwingen. Das gelang mit einem Doppelschlag, der die Rapid schockte. Nach einem Freistoß verflog sich Torhüter Richard Strebinger, der Kopfball von Luiz landete zum 1:1 im Netz (70.). Vier Minuten später war Aubameyang zur Stelle – 1:2.

Österreichs Vizemeister versuchte noch einmal alles, doch es sollte nicht sein. „So eine Top-Mannschaft braucht nicht viele Chancen“, sagte Ljubicic. „Trotzdem haben wir eine gute Leistung gezeigt.“ Im Parallelmatch der Gruppe B gewann Norwegens Meister Molde bei Dundalk 2:1.

Einen Teilerfolg verbuchten zumindest zwei ehemalige Grün-Weiße, die jetzt die Trikots von PAOK Saloniki tragen. Stefan Schwab legte Thomas Murg den Treffer zum 1:1-Endstand gegen Omonia Nikosia auf. 

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Alexander Zambarloukos

Redakteur Sport

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