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Eine rauschende Ballnacht in München

Von Alexander Zambarloukos, 14. Juni 2024, 23:11 Uhr
Standing Ovations nach dem 5:1 gegen Schottland: Deutschlands Nationalteam begeisterte die 66.000 Fans in der Münchner Allianz-Arena. Bild: AFP/Tobias Schwarz

EURO-Gastgeber Deutschland wandelt auf den Spuren des Sommermärchens  2006 und fertigt Schottland 5:1 ab

Deutschlands Fußball-Nationalteam hat der bunten und kurzweiligen Eröffnung der Europameisterschaft 2024 in München seinen Stempel aufgedrückt und auch das 3. Match gegen Schottland bei einem großen Turnier für sich entschieden. Nach einem 2:1 bei der WM 1986 und einem 2:0 bei der EM 1992 – bei beiden Events hatte die DFB-Auswahl übrigens das Finale erreicht – gab es diesmal einen überzeugenden 5:1-(3:0)-Erfolg, für den die Weichen wie schon beim WM-Sommermärchen 2006 früh gestellt wurden.

Die Spielhighlights - zur Verfügung gestellt von Servus TV:

Damals hatte der jetzige Turnierdirektor Philipp Lahm ebenfalls in der Allianz-Arena beim 4:2 gegen Costa Rica in der 6. Minute getroffen, 18 Jahre später setzte Florian Wirtz von Meister Bayer Leverkusen die erste Duftmarke in der zehnten. Eleganter Seitenwechsel von Toni Kroos, Pass von Joshua Kimmich in das Zentrum an der Strafraumgrenze, Abschluss aus rund 17 Metern – Tor.

DFB-Bundestrainer Julian Nagelsmann (li.) jubelte.  Bild: (AFP/Andersen)

Der Auftakt zu einem spektakulären Auftritt des Teams von Julian Nagelsmann, der mit 36 Jahren und 327 Tagen als jüngster Teamchef in die EURO-Geschichte eingeht. Er war damit sechs Tage jünger als Sloweniens Coach Srecko Katanec beim Event 2000. Für Heidi Beckenbauer, die Witwe des verstorbenen "Kaisers" Franz, ist das sekundär. Sie hatte vor dem Anpfiff alle Kräfte mobilisiert und den acht Kilo schweren EM-Pokal ("Coupe Henri Delaunay") auf den Rasen getragen. Beim Abgang schickte sie noch Kusshändchen in den Münchner Nachthimmel – an die Adresse von Franz.

"Oh, wie ist das schön ..."

Deutschland spielte vor 66.000 Augenzeugen im Stadion und Millionen vor den Bildschirmen ganz in Beckenbauers Sinn – offensiv, zielstrebig, konsequent, mutig, gefühlt frei von jenem Druck, der auf einem Gastgeber naturgemäß lastet. "Oh, wie ist das schön ..."-Sprechgesänge machten schon in der 21. Minute die Runde – also rund 120 Sekunden nach dem 2. Streich des Abends. "Hausherr" Jamal Musiala vom FC Bayern nagelte den Ball nach Vorarbeit von DFB-Kapitän Ilkay Gündogan und Kai Havertz sowie einem blitzsauberen Haken ins linke Kreuzeck – 2:0 (19.).

Begeisterung beim Public Viewing im Olympiapark  Bild: (APA/Barth)

Für die überforderten Schotten sollte es noch schlimmer kommen. Arsenal-Profi Kai Havertz erhöhte vor dem Pausenpfiff vom Elfmeterpunkt auf 3:0 (45.+1). Ausgangspunkt für den nach Videostudium verhängten Strafstoß war ein brutales Einsteigen von Ryan Porteous gewesen, der Gündogan am unteren Schienbein erwischt hatte. Das war eine Aktion zum Wegschauen, aber glücklicherweise ohne Verletzungsfolge.

"Wir waren gierig"

Der deutliche Sieg bringt die Deutschen dem Achtelfinale schon sehr nahe, die weiteren Gegner in der Gruppe A werden Ungarn am Mittwoch (18 Uhr) in Stuttgart und die Schweiz am Sonntag (21 Uhr) in einer Woche in Frankfurt sein. Ob sich die so vorführen lassen wie die Schotten, die es verabsäumt haben, die Schaltkreise von Real-Madrid-Star Kroos – er beendet nach der EURO seine große Karriere – früh zu stören, ist mehr als fraglich.

Deutschland nimmt, was es angeboten bekommt. Warum auch nicht? "Joker" Niclas Füllkrug stellte in der 68. Minute mit einem wuchtigen 110-km/h-Schuss auf 4:0. Auch Routinier Thomas Müller, der noch auf sein erstes EURO-Tor wartet (man glaubt es kaum), kam unter den Ovationen des Publikums zum Zug und zu seinem 130. Länderspiel. Ein feines Jubiläum. Daran sollte auch Antonio Rüdigers Eigentor nichts ändern – 1:4 (87.).

Die Eröffnungsfeier: bunt, mit ein bisschen Pyrotechnik, kurzweilig Foto: APA/Kienzle

Das letzte Wort hatte der nachnominierte Emre Can (5:1/93.). "Ich bin glücklich, wie wir gestartet sind", sagte Nagelsmann. "Es ist ein großes Spiel für uns gewesen. Einige haben so etwas noch nicht erlebt. Wir haben uns Selbstvertrauen geholt und nach keinem Tor nachgelassen. Wir waren gierig", betonte Füllkrug: "Es war ein völlig verdienter Sieg."

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Autor
Alexander Zambarloukos
Redakteur Sport
Alexander Zambarloukos
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2  Kommentare
2  Kommentare
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soistes (823 Kommentare)
am 15.06.2024 15:11

Saubere Leistung!

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lanciadeltaintegrale (83 Kommentare)
am 15.06.2024 08:51

Gratulation!

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