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Die verlorenen Söhne der EM

Von Günther Mayrhofer, 17. Juni 2024, 23:50 Uhr
Die verlorenen Söhne der EM
Sloweniens Lovric (Mitte) spielte 19 Mal für Österreichs U21. (APA/Makovec) Bild: AFP

BERLIN. 79 Spieler sind nicht in dem Land geboren, für dessen Nationalteam sie am Ball sind

Bevor Österreichs Nationalmannschaft gegen Frankreich in das Turnier einstieg, hatten zwei Linzer schon auf der EM-Bühne gekickt: Mateo Kovacic stand in Kroatiens Startelf gegen Spanien und wurde von Luka Sucic abgelöst. Zwei weitere gebürtige Österreicher hoffen auf ihren ersten Auftritt bei der EM-Endrunde in Deutschland für einen anderen Verband.

Mert Müldür war schon vor drei Jahren für die Türkei bei der EM am Ball. Heute dürfte der 25-Jährige in der Startelf gegen Georgien stehen (18 Uhr). In der Vorbereitung erlebte er in seiner Geburtsstadt Wien einen herben Dämpfer: Beim 1:6 im freundschaftlichen Länderspiel war Österreichs Nationalmannschaft von den Türken nicht zu bremsen.

Der Verteidiger hätte auch auf der Seite der Sieger stehen können, doch ab der U17 spielte er für den türkischen Verband, "weil ich nie etwas Konkretes vom ÖFB erhalten habe", erklärte Müldür in einem "Spox"-Interview. Bei Rapid ausgebildet, wechselte er nach 47 Bundesligaspielen zu Sassuolo, seit Sommer 2023 verteidigt er für Fenerbahce Istanbul, wo in der kommenden Saison Jose Mourinho sein Trainer sein wird.

Lovric: "Richtige Entscheidung"

Anders als Müldür war Sandi Lovric bis zur U21 für Österreich am Ball. Im Jahr 2020 entschied sich der gebürtige Lienzer zum Nationenwechsel und spielt seitdem für Slowenien, das Heimatland seiner Eltern. "Manche Chancen muss man einfach nutzen", erklärte der 26-Jährige in einem Interview mit dem "Donaukurier". "Wenn ich sehe, dass ich schon über 30 Spiele gemacht habe und bei einer EM dabei bin, war es die absolut richtige Entscheidung."

Bei Sturm Graz galt Lovric als "Jahrhunderttalent", der Durchbruch gelang aber nicht. 2019 wechselte der Mittelfeldspieler nach Lugano, seit 2022 steht er bei Udinese unter Vertrag, wo er in der abgelaufenen Serie-A-Saison ein Stammspieler war. In den letzten sieben Partien fehlte er wegen einer Oberschenkelverletzung. Die lange Pause ist auch ein Grund, warum Lovric Sloweniens 1:1 im ersten Gruppenspiel gegen Dänemark von der Bank verfolgte. Lovric: "Es ist nicht ganz einfach nach der längeren Verletzungspause."

33 Engländer bei der EM

Nur im ÖFB-Team und in den Auswahlen von Tschechien, den Niederlanden und Dänemark stehen keine Spieler, die in einem anderen Land geboren wurden. Neben den 26 im ÖFB-Kader sind also insgesamt 30 Spieler in Österreich geboren. Aus Deutschland stammen ebenso 30 EM-Teilnehmer, mehr sind es nur aus England, das mit 33 Spielern die größte Abordnung stellt: Fünf spielen für Schottland, Albaniens Armando Broja ist in Slough geboren, Ungarns Callum Styles in Bury und der Schweizer Kwadwo Duah in London. (mag)

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Autor
Günther Mayrhofer
Redakteur Sport
Günther Mayrhofer
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