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EURO 2021

Wegen Torjubel: UEFA ermittelt gegen Arnautovic

Von nachrichten.at/apa   15. Juni 2021 12:34 Uhr

Arnautovic Alioski
Marko Arnautovic und sein Gegenspieler Ezgjan Alioski

NYON. Die UEFA hat wegen der umstrittenen Wortmeldungen und Gesten von ÖFB-Star Marko Arnautovic bei seinem Torjubel in Österreichs EM-Auftaktspiel gegen Nordmazedonien (3:1) einen Ethik- und Disziplinar-Ermittler eingesetzt.

Dieser solle nun in Übereinstimmung mit den UEFA-Disziplinarregeln eine Untersuchung durchführen, teilte die UEFA am Dienstag auf Anfrage der APA - Austria Presse Agentur mit. Arnautovic' Gesten hatten sich vor allem gegen seinen nordmazedonischen Gegenspieler Ezgjan Alioski gerichtet. 

Der Österreicher hat sich laut dessen Angaben bereits unmittelbar nach dem Spiel bei ihm entschuldigt. Der Nordmazedonische Fußball-Verband schrieb am Montag auf Facebook von einem "nationalistischen Ausbruch" von Arnautovic und forderte laut eigenen Angaben in einem Brief an die UEFA die "härtestes Strafe" für den 32-Jährigen.

"Sperre wäre ein großer Verlust"

Marcel Sabitzer meinte zur im Raum stehenden Sperre seines Teamkollegen: "Das wäre natürlich ein großer Verlust für uns." Martin Hinteregger pflichtete ihm bei. "Das wäre für uns ein extrem herber Verlust. Wir hoffen das Beste, wir brauchen Marko sehr." 

Für Hinteregger gehört der China-Legionär in die Startformation des Nationalteams. "Er ist mit Sabi (Anm.: Sabitzer) und David (Anm.: Alaba) unser bester Spieler, was die Kreativität in der Offensive betrifft. Deswegen wäre es nicht sehr clever, ihn für 30 Minuten zu bringen, wenn er 90 Minuten für Gefahr sorgen kann", sagte der Innenverteidiger und ergänzte: "Natürlich ist es die Entscheidung des Trainers, aber jeder weiß, dass er einer unserer Schlüsselspieler ist."

Hinteregger: Wortgefechte im Fußball normal

Ein Wortgefecht, wie es zwischen Arnautovic und Ezgjan Alioski stattfand, sei im Fußball ganz normal. "Ich bin auch kein Kind von Traurigkeit und bekomme es auch oft zurück. Nach dem Spiel gibt man sich die Hand und dann ist es okay", meinte Hinteregger.

Allzu sehr wolle man sich mit dieser Angelegenheit aber gar nicht belasten. "Natürlich reden wir innerhalb der Mannschaft darüber. Doch wenn uns das mitnehmen würde, würde uns wahrscheinlich jeden zweiten Tag irgendetwas beschäftigen", vermutete der Kärntner. "Wenn wir in Amsterdam auf dem Platz stehen, ist das kein Thema. Da geht es nur darum, wie wir den Gegner besiegen können."

Das Interview mit Martin Hinteregger:

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