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EURO 2021

Arnautovic wehrt sich gegen Rassismus-Vorwürfe und entschuldigt sich

Von OÖN/APA   14. Juni 2021 12:52 Uhr

Bachmann

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Bild 1/16 Bildergalerie: Die Noten der ÖFB-Teamspieler gegen Nordmazedonien

BUKAREST. Marko Arnautovic soll einen nordmazedonischen Gegenspieler beim 3:1-Auftaktsieg bei der EM rassistisch beschimpft haben. Der ÖFB-Spieler widerspricht und entschuldigt sich.

Die Szene blieb im Gedächtnis: Nachdem Marko Arnautovic eingewechselt worden war, erzielte er in der 89. Minute den 3:1-Endstand beim EM-Auftaktsieg der Österreicher über Nordmazedonien. Danach fing der Torschütze zu schimpfen an, woraufhin Kapitän David Alaba den Mund seines Mitspielers quasi per Hand in Zaum zu halten versuchte.

In den sozialen Medien wurden nun Rassismus-Vorwürfe gegen den 32-Jährigen laut. Demnach soll Arnautovic Gegenspieler Ezgjan Alioski entsprechend beschimpft haben, auch eine im rechtsradikalen Milieu verortete Geste machte Arnautovic.

 

Am Tag danach wehrt sich der ÖFB-Stürmer gegen die Vorwürfe. „Ich bin kein Rassist und werde niemals ein Rassist sein“, wird er im „Kurier“ zitiert. Gleichzeitig entschuldigte er sich für die Szene. Das Wortgefecht sei aus der Emotion heraus geschehen, von beiden Seiten. „Das gehört einfach nicht dazu, das müssen wir streichen. Ich will mich nur für das entschuldigen“, so Arnautovic weiter.

Ob es tatsächlich um Alioski ging, wollte er nicht bestätigen, das sei auch zweitrangig. Seine Aussagen hätten nicht mit Politik zu tun gehabt. „An alle Leute, dei sich angesprochen gefühlt haben: Es tut mir leid. Lasst uns das alles vergessen, es gehört nicht zum Fußball.“

Der 32-Jährige trat außerdem unmittelbar vor dem Training in Seefeld kurzfristig vor Journalisten, weil es ihm nach eigenen Angaben ein Anliegen war, Dinge klarzustellen. "Es war ein Wortgefecht in den Emotionen, von der einen wie von der anderen Seite", sagte der Stürmer. Dies habe jedoch nichts mit Politik oder Rassismus zu tun. "Meine Freunde, die zu meiner Familie herangewachsen sind, sind von überall auf der Welt", erklärte Arnautovic.

Der China-Legionär weiß aber auch, dass sein Verhalten unmittelbar nach dem Tor zum 3:1-Endstand nicht optimal war. "Ich habe mich gefreut, natürlich sind da Worte gefallen, die auch mir wehgetan haben. Es war einfach ein emotionales Gefecht", erzählte Arnautovic. "An alle Leute, die sich angesprochen gefühlt haben: Es tut mir leid, es tut mir leid, es tut mir leid. Lass' uns das alles vergessen, es gehört nicht zum Fußball."

Wenig später nahm Arnautovic auch über die sozialen Netzwerke Stellung: "Gestern gab es in der Emotion einige hitzige Wortgefechte, für die ich mich entschuldigen möchte - vor allem bei meinen Freunden aus Nordmazedonien und Albanien. Ich möchte eines klar sagen: Ich bin kein Rassist! Ich habe Freunde in fast jedem Land und ich stehe für Diversität. Jeder, der mich kennt, weiß das", ließ der Wiener verlauten.

Rückendeckung für den Teamspieler gab es von ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel. "Trashtalk gehört zum Fußball. Vor 30, 40 Jahren hat mir mein Gegenspieler zeitweise auch nichts Schönes gesagt und ich ihm auch nicht", meinte der Wiener. "Das Wichtigste ist, Marko hat klargestellt, dass er mit Politik gar nichts am Hut hat. Das Zweite ist, dass es nach dem Spiel ausgeräumt wurde. Sie sind nachher länger beieinandergestanden und haben alles besprochen. Das Thema ist ausgeräumt, es geht weiter", erklärte Schöttel.

Weder der Sportdirektor noch Arnautovic machten Angaben dazu, mit welchem nordmazedonischen Gegenspieler sich der ÖFB-Kicker die Scharmützel geliefert hatte. Diverse Fotos lassen aber darauf schließen, dass es sich um Leeds-Profi Ezgjan Alioski gehandelt haben könnte.

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