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Thomas Sageder: "Der Druck im Derby liegt ganz klar bei der SV Ried"

Er gibt bei Blau-Weiß Linz die Kommandos: Trainer Thomas Sageder Bild: Scharinger

Sageder: "Der Druck im Derby liegt ganz klar bei der SV Ried"

LINZ/RIEDAU. Der Blau-Weiß-Linz-Trainer freut sich auf das Oberösterreich-Derby gegen seinen Ex-Verein.

Von Thomas Streif, 07. November 2018 - 00:04 Uhr

Nach der 0:1-Niederlage von Blau-Weiß-Linz am 4. Mai 2018 in Ried war Thomas Sageder, der die Linzer in der Winterpause zuvor als Cheftrainer übernommen hatte, noch länger nach dem Spiel im VIP-Club der SV Ried. Damals sagte der 35-Jährige im entspannten Gespräch mit Journalisten, dass er für die kommende Saison gerne eine etwas veränderte Mannschaft nach seinen Kriterien zusammenstellen würde.

Sageder hatte die Linzer in der Winterpause zuvor übernommen, sportlich lief es für sein Team gegen Ende der Saison aber überhaupt nicht mehr. Blau-Weiß Linz beendete die Saison gar als Letzter, es stand aber schon während der Saison fest, dass es keinen Absteiger geben wird. Sageder, der bis Ende 2015 zweieinhalb Jahre Co-Trainer in Ried war, bekam von der Klubführung die Chance für einen sportlichen Neuanfang.

Totalumbruch riskiert

Und der 35-jährige Riedauer setzte seinen Plan um. "Für mich stand fest, dass es einen Neuanfang braucht", sagt Sageder im OÖN-Gespräch. Rund 20 Spieler verließen den Verein, Sageder stellte gemeinsam mit Sportchef David Wimleitner mit begrenzten finanziellen Mitteln "seine" Mannschaft zusammen. "Das Team der Vorsaison war sogar teurer. Ich habe den Kader verkleinert. Mir war wichtig, dass die jeweiligen Spieler voll in das Mannschaftsgefüge passen."

Sageder schaute sich zahlreiche Spiele an, studierte Videos und hatte schon bald einen Plan im Kopf. "Ich arbeite viel, ich schenke mir und auch den anderen nichts. Ich wollte keine Leihspieler haben, denn ich will Kicker haben, die wir für Blau-Weiß entwickeln. Es bringt nichts, wenn wir die Spieler für andere Vereine ausbilden", sagt Sageder und fügt hinzu: "Wir haben mehrere Spieler mit Bezug zur Region, wie Stefan Haudum, Thomas Fröschl, Martin Grasegger, Bernhard Janeczek oder Mario Ebenhofer, geholt. Vor der Verpflichtung habe ich viel mit den Spielern gesprochen, einige sogar daheim besucht. Es geht darum, Kicker mit Charakter zu haben, die flexibel einsetzbar sind." Wenn man sich keinen Kader mit 24 Spielern und drei Torleuten leisten könne, müsse man eben schauen, mit 16 guten Spielern und zwei Torleuten über die Runden zu kommen, so sein Motto.

28 Punkte bereits geholt

Der Neuanfang ist geglückt, und wie: Holte Blau-Weiß Linz in der vergangenen Saison in 36 Runden lediglich 26 Punkte, sind es in der aktuellen Spielzeit bereits 28 Punkte – in lediglich 13 Partien. "Ich wusste, dass wir eine gute Truppe sind. Dass wir derzeit auf dem zweiten Platz liegen, ist schon überraschend. Grundsätzlich haben wir uns diese Position aber durchaus verdient", betont der 35-Jährige, der mit seiner Freundin in Riedau lebt und Vater eines sechsjährigen Sohnes ist.

Nach dem 2:0-Derbysieg geht seine Mannschaft mit viel Selbstvertrauen in das Oberösterreich-Derby gegen die SV Ried am kommenden Freitag (20.30 Uhr). Die Ankündigung der Vereinsführung, aus finanziellen Gründen nicht um die Lizenz für die Bundesliga anzusuchen, dürfte zumindest aktuell keinerlei Auswirkungen auf die Moral der Blau-Weiß-Kicker haben. "Wir wollen unseren Weg hier weitergehen. Sollte jemand glaube, dass wir uns deswegen hängen lassen, dann täuscht er sich gewaltig. Die Mannschaft hat Charakter und wird alles geben", ist sich Sageder sicher.

Sageder ist heiß auf das Derby

Frust über die Entscheidung habe er nicht. "Ich kann es nachvollziehen, dass der Verein dieses Risiko nicht eingehen will. Grundsätzlich bin ich froh darüber, dass ich, das Betreuerteam mit Ernö Doma, Hannes Hofer und Patrick Donnerbauer sowie vor allem die Mannschaft den Verein in zehn Monaten überhaupt in so eine Lage gebracht haben. Bis vor kurzem wäre es wohl undenkbar gewesen, ernsthaft über eine Bundesliga-Lizenz diskutieren zu müssen", sagt Sageder, der auf das Derby gegen seinen Ex-Verein brennt. "Dieses Derby ist für jeden etwas ganz Besonderes. Wir sind gut drauf, der Druck liegt aber bei der SV Ried. Sie sind einer der großen Titelfavoriten."

Freunde auf der Trainerbank

Mit Ried-Trainer Thomas Weissenböck verbindet den 35-Jährigen eine sehr gute Freundschaft. "Er hat es in Ried derzeit sicher schwerer, weil er einige Dinge aus der Vergangenheit korrigieren muss. Er ist mit Sicherheit der richtige Mann für Ried, weil er ein Top-Trainer ist", sagt Sageder, der am Freitag aber im Duell der Freunde die Nase vorne haben will.

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Kommentare

„Der Verein gehört sofort in die 2. Klasse versetzt. “ Ludwigg3 Der Verein gehört sofort in die 2. Klass...
„Verzerrung? Ried braucht sich ab jetzt nicht mehr um Linz kümmern, muss in der Tabelle nur mehr ...“ Sommergewitter Verzerrung? Ried braucht sich ab jetzt ...
„Wärs Ihnen lieber, absichtlich schlechter zu spielen? Ehrlich währt am längsten.“ FreundlicherHinweis Wärs Ihnen lieber, absichtlich schlechte...

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