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Blau Weiß Linz

Der "Härtling" hat eine harte Zeit hinter sich

Von Raphael Watzinger   04. April 2018 13:31 Uhr

Manuel Hartl
Jubel bei Manuel Hartl

LINZ. Nach längerer Leidenszeit schoss Manuel Hartl am gestrigen Dienstag Blau-Weiß Linz zum wichtigen 1:0-Erfolg gegen FAC Wien.

„Schön, dass ich der Glückliche sein durfte. Der Treffer tut gut, denn es war bisher keine einfache Saison für mich", sagte Manuel Hartl im Gespräch mit den OÖNachrichten wenige Augenblicke nach seinem 1:0-Goldtor in der Nachspielzeit gegen FAC Wien. 

Es war noch nicht die Saison des 32-Jährigen. Im Sommer kam der Publikumsliebling von Bundesligist St. Pölten zurück zu seinem Herzensverein - wollte mit seiner Erfahrung und seinen Qualitäten beim Stahlstadtklub dort weitermachen, wo er nach seiner ersten Zeit bei Blau-Weiß (2010 bis 2013) aufgehört hatte.  

Doch der "Härtling"  wurde den Erwartungen der Blau-Weiß-Anhänger nicht gerecht - hatte dann auch noch Pech: "Ich habe mich mit Verletzungen und Krankheiten durch die Winter-Vorbereitung geplagt, nahm unsere bescheidene Herbstsaison eigentlich bis ins Frühjahr mit", sagt Hartl. Nach seinem Goldtor wird für den blau-weißen "Fußballgott", von dem es bei jedem Heimspiel sogar ein eigenes Transparent auf der Vip-Tribüne gibt, jetzt hoffentlich alles besser. Das hofft auch Trainer Thomas Sageder: "Manuel hat es sich verdient. Ich musste fast sechs Wochen in der Vorbereitung auf ihn verzichten. Mit Extraschichten hat er sich zurückgekämpft." 

Kraft gab ihm dabei auch seine Familie. Nach dem umjubelten Sieg am Dienstag führte Hartls Weg nach dem Schlusspfiff sofort in den Vip-Klub - zu Sohn Samu. Der durfte in den Katakomben des Linzer Stadions mit dem Blau-Weiß-Team feiern. 

Der "Härtling" denkt zu viel

Die Unbekümmertheit aus früheren Tagen hat Hartl zuletzt gefehlt. "Er ist ein Spieler, der oft zu viel nachdenkt", sagt Blau-Weiß-Coach Sageder. "Das Unbekümmerte ist mit den Jahren vielleicht etwas verloren gegangen. Mit dem Alter kommt eben auch das Hirn dazu", schmunzelt Hartl.

Jetzt soll es für den "Härtling" wieder aufwärts gehen. Der Offensivspieler ist eben ein Stehaufmännchen. Darum hat ihm Ex-Blau-Weiß-Coach Gerald Perzy auch diesen Spitznamen verpasst. "Manuel hat in den Trainings oft eingesteckt, stand aber immer wieder auf. Darauf hat ihn Gerald zum Härtling gemacht", erklärt Blau-Weiß-Sportchef David Wimleitner.

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