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Unbekanntes Land

Sagenfreund Erich Weidinger und Fotograf Michael Maritsch haben in Oberösterreich Plätze entdeckt, die sie nicht gefunden hätten, wären sie nicht Sagen auf der Spur gewesen. Bild: Michael Maritsch

Unbekanntes Land

Erich Weidinger und Michael Maritsch waren in Oberösterreich auf der Suche nach Orten aus der Sagenwelt. Dabei kamen sie an Plätze, die ihnen sonst verborgen geblieben wären.

Von Reinhold Gruber, 15. April 2014 - 00:04 Uhr

Der eine hat eine Vorliebe für Sagen, sammelt seit 30 Jahren die Mythen, die sich um die alten Geschichten aus Oberösterreich ranken. Der andere mag die Landschaften, sucht mythische wie mystische Orte, um sie bildlich festzuhalten. Beide leben in der Attersee-Region. So gesehen bot es sich an, dass sich Autor und Buchhändler Erich Weidinger und Fotograf Michael Maritsch zusammengetan haben.

43 Ausflüge zu geheimnisvollen Plätzen haben die beiden im "Sagenreiseführer Oberösterreich" dokumentiert, informieren über Wissenswertes, animieren zur Nachahmung und öffnen gleichzeitig die Augen für das, was man nicht auf den ersten Blick sieht. Es vielleicht übersieht. "Ich wollte dorthin schauen, wo man nicht hinschaut", sagt Weidinger im OÖN-Gespräch.

Angetrieben von der Überzeugung, dass die Sagenwelt nicht verloren gehen kann, solange man bereit ist, um sich zu blicken, fanden die beiden auf ihren Touren durch das Land vieles, was gesehen zu werden lohnt. Die besondere Art von Heimatkunde versucht die Geschichten von gestern mit dem Heute zu verbinden.

Ein Beispiel ist die Sage von der Riesin im Stadtturm Enns. Sie half beim Bau des Turms, dem eine kleine Kirche mit Friedhof, die Scheiblingkirche, im Weg stand. Sie trug der Sage nach die Altarplatte in die Türmerwohnung, wo sie als Tisch diente. Dazu wurden Grabsteine hinaufgetragen und später als Unterlage für die Galerie eingebaut. "Wenn man heute auf den Stadtturm hinaufgeht, sollte man nicht vergessen, auf den Boden zu schauen. Dort findet man einige eingelassene Grabsteine aus dem alten Friedhof", sagt Weidinger. Da jeder am Turm die Aussicht genießt, schaut so gut wie niemand auf den Boden.

Solche Details bei den Nachforschungen zu entdecken, erachtete der Autor als spannend. Seinen Lieblingsort hat er übrigens auch gefunden: die Ruine Schaunberg in Hartkirchen. "Die Ruine hat mich fast umgehauen. Wir waren dort, als Nebelschwaden um die Burg zogen, die fast zwei Stunden lang uns allein gehört hat. Wenn mir jemand eine Ritterrüstung gegeben hätte, ich hätte sie mir in diesem Moment angezogen."

Das Nebelbild von der Ruine Schaunberg ziert auch das Cover des "Sagenreiseführers Oberösterreich", der morgen, 13. April, ab 11 Uhr im Kino Miniplex in Seewalchen präsentiert wird.

Die OÖN verlosen drei Exemplare des im Styria-Verlag (19,99 Euro) erschienenen "Sagenreiseführers Oberösterreich" nachrichten.at/gewinnspiele

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