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Männer dürfen in Italien keine Röcke tragen

Männer dürfen in Italien keine Röcke tragen

GESETZE. Veraltete, aber noch gültige Gesetze können Urlaubern unter Umständen Ärger bescheren.

Von Von Christian Haas, 05. Dezember 2009 - 00:04 Uhr

Dass zu offenherzige Kleidung in islamischen Ländern, Drogenbesitz in Südostasien und Trunkenheit am Steuer zu Problemen, sogar ins Gefängnis führen kann, dürfte sich herumgesprochen haben. Doch im Ausland lauern auch eine Reihe von Gesetzen und Vorschriften, die Urlaubern im Traum nicht einfallen würden. In Dänemark etwa sind Autofahrer verpflichtet, vor dem Anfahren nachzusehen, ob niemand unter dem Wagen liegt; in China darf ein ertrinkender Mensch offiziell nicht gerettet werden, weil nicht ein Mensch, sondern gefälligst das Schicksal über Leben und Tod entscheiden soll.

Am buntesten treiben es in punkto Paragrafendschungel aber die US-Amerikaner. In Florida etwa darf man auf Parkplätzen kein Ständchen singen, wenn nur Badeshorts getragen werden. Alabama verbietet das Fahren eines Fahrzeugs mit verbundenen Augen. In New York herrschen strenge Auflagen, wie man sich zu begrüßen hat. Den Daumen in die Nase zu stecken und dabei mit den Fingern zu wackeln, ist in Manhattan und Brooklyn offiziell verboten.

Auch wenn sich beim Tanzen die beiden Partner in der Regel alles andere als belästigt fühlen, könnte die fehlende Distanz andere stören, meinen die Gesetzgeber von Utah. Zwischen tanzenden Paaren muss so viel Abstand bestehen, dass „Tageslicht zu sehen ist“.

In der Schweiz ist sonntags Wäschetrocknen tabu. Mit Lärmbelästigung hat dieser Erlass nichts zu tun, denn das Waschen mit der Maschine ist durchaus erlaubt. Daher geht es wohl eher um Blickbelästigung. Wer will schon am freien Tag die auf der Leine hängenden Liebestöter der Nachbarin sehen? Als Liebestöter würde sich auch ein Gesetz in Frankreich entpuppen. Gerade im „Land der Liebe“ existiert ein Gesetz, das das Küssen in Zügen verbietet. Das Gesetz von 1910 hat noch Bestand, glücklicherweise wird es aber nicht geahndet. Geahndet wird hingegen, wenn jemand in Israel Bären mit an den Strand nimmt.

Sie denken, da will Ihnen jemand einen Bären aufbinden? Mitnichten. Ebenfalls völlig wahr ist ein italienisches Gesetz, das Männern das Tragen von Röcken verbietet. Kleidervorschriften existieren auch in Thailand. Dort untersagt es ein Gesetz Einheimischen wie Touristen, ohne Unterwäsche das Haus zu verlassen. In Russland genießt das ordentliche Erscheinungsbild von Pkws oberste Priorität. Ist nämlich das (Leih-)Auto zu schmutzig, droht ein Bußgeld von bis zu 200 Euro.

So lustig und mitunter realitätsfern sich all diese Vorschriften auch anhören – beachten sollten Urlauber sie auf jeden Fall. Andernfalls drohen Bußgelder – und nerviger noch – langwierige Ermittlungsverfahren. Unser Tipp: Machen Sie sich vor Urlaubsbeginn über die Gesetzeslage des Gastlandes schlau. Informationen bieten Reiseführer, Reiseanbieter oder die in- und ausländischen Behörden.

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