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Fünf Gipfel und ein König

Marlies Schild und "Pistenzauberer" Hörl in Maria Alm Bild: Clemens Thaler

Fünf Gipfel und ein König

SALZBURG. 32 Kilometer lang, 7700 Höhenmeter und fünf Gipfel. Die neue „Königstour“ rund um den Hochkönig zählt zu den längsten Skirunden im Alpenraum. Ein Selbstversuch im Tiefschnee.

Von Clemens Thaler, 11. Februar 2012 - 00:04 Uhr

Der Winter hat es heuer besonders gut gemeint mit der Region Hochkönig. In Maria Alm liegen 1,80 Meter Schnee – direkt vor dem Hotel. „So viel Schnee hatten wir schon lange nicht mehr“, sagt ein älterer Einheimischer, der sein Auto gerade beim Schneeschaufeln im Tiefschnee fand. Für die Urlauber beginnt das Winterabenteuer da schon am Weg zum Skilift.

Doch die neue Attraktion in der Region Mühlbach/Dienten/Maria Alm am Hochkönig ist seit diesem Winter die „Königstour“. Nach der Fertigstellung der Sinalco-Bahn und des Bürglalm-Sechser-Sesseliftes wurde der letzte Lückenschluss geschafft. Dem konditionsstarken Skifahrer sind rund um den Hochkönig keine Grenzen mehr gesetzt: die Königstour ist 32 Kilometer lang, man überwindet 7700 Höhenmeter und überquert fünf Gipfel – ausrasten kann man sich da nur bei den Liftfahrten. Gute Skifahrer brauchen für die Tour drei Stunden, Anfänger können auf blaue Pisten ausweichen, oder einen gemütlichen Zwischenstopp auf der Bürglalm (Dienten) einlegen. Tipp: das „Moar in der Pfoad“ probieren.

König und Königstour

Wir starten die Königstour in Maria-Alm. Nach einer kurzen Abfahrt, geht es hinauf auf den Aberg (1900 Meter). Bevor wir hinunter nach Hintermoos fahren, toben wir uns ganz oben noch im Tiefschnee aus – die Skirouten präsentieren sich dort heute in Topform: pulvrig, einen halben Meter Neuschnee und von Gegenverkehr keine Spur.

Weiter geht die Tour dann über den Gabühel (Sinalco-Bahn) nach Dienten, über die Wastlhöhe bis zur höchsten Erhebung der Königstour – dem Schneeberg (1921 Meter). Hinunter nach Mühlbach brennen dann die Oberschenkel – 32 Kilometer, geschafft!

Gegenüber thront der 2941 Meter hohe Hochkönig, der im Umkreis von 34 Kilometern alles überragt. Die Königstour zählt zu den längsten Skirunden im Alpenraum und stellt, was die Länge betrifft, auch die Sella-Ronda in den Dolomiten in den Schatten. Für ganz Ehrgeizige: man kann seine Fahrt auf skiline.cc im Internet verfolgen.

Der Pistenzauberer

Das alles lässt Peter Hörl (50) völlig kalt. Er hat in Hinterreit (Maria Alm) einen wichtigeren Auftrag. Am Hang von Hörl, auf „seiner“ FIS-Rennstrecke, trainieren und testen die besten Skifahrer der Welt – heute zieht Marlies Schild hier ihre Spuren in den Schnee. Damit die Bedingungen immer perfekt sind, packt der Pistenzauberer von Hinterreit alle seine Tricks aus: „Viel Wasser, damit die Piste pickelhart wird.“

Nur Hermann Maier wollte einmal schon abreisen, weil ihm die Pisten zu eisig waren. Tat er aber nicht und gewann dann in Garmisch die Abfahrt. Im Gästebuch von Hörls Gasthof haben sich die Skigrößen von Lindsey Vonn abwärts verewigt – mit Sprüchen und Bildern. Zufrieden mit der Arbeit vom „Bedda“ waren alle.

Haas und seine Bücher

Nur einer ist in Maria Alm noch berühmter als Hörl: Wolf Haas. Der österreichische Schriftsteller, der mit seinen „Brenner“-Romanen und dem Buch „Das Wetter vor 15 Jahren“ bekannt wurde, stammt aus dem 2000-Einwohner-Ort im Pinzgau. Auch viele Reiche und Schöne, darunter Red-Bull-Erfinder Didi Mateschitz, urlauben gerne in Maria Alm. Das wird allerdings weniger an Haas und seinen Büchern liegen, sondern am Schnee, dem Blick aufs Steinerne Meer und der Ruhe.

Neben 150 Pistenkilometern gibt es in Maria Alm 33 Kilometer Loipen, urige Hütten – und einen König. Denn die Anziehungskraft des Hochkönigs ist seit Jahrhunderten das größte Plus und ungebrochen – Skifahrer, eisige Pisten und Bücher lassen ihn kalt.

Hoteltipp: Vier-Sterne-Hotel Eder´s Steinerne Meer, Doppelzimmer ab 72 Euro pro Person, inklusive Halbpension. www.hoteleder.com Skigebiet: www.hochkoenig.at und www.salzburgerland.com

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