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Auch Sölden landet in den Top-10 Bild: Isidor Nösig

Das sind die besten Skigebiete der Alpen

46.000 Wintersportler wurden in 55 Skigebieten in vier Ländern direkt am Pistenrand befragt. Ein Ergebnis: Die Großen haben die Nase vorn, sie punkten mit Größe und Schneesicherheit.

10. November 2018 - 09:21 Uhr

Nach welchen Kriterien wählt man als Skifahrer sein nächstes Urlaubsziel aus? Sind Pistenkilometer, Naturerlebnis, die Hütten am Berg oder doch der Preis des Lifttickets entscheidend? Und welche Skigebiete werden den jeweiligen Ansprüchen letztlich am besten gerecht?

Anlässlich der Studie "Best Ski Resort", durchgeführt von Mountain Management Consulting in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck/Bozen, wurden in der vergangenen Saison knapp 46.000 Wintersportler in 55 Skigebieten in Österreich (19), der Schweiz (15), Italien (10), Frankreich (10) und und Deutschland (2) direkt in den Skigebieten zu ihren Präferenzen und ihrer Zufriedenheit befragt.

Die Besten: In der Gesamtauswertung konnte die italienische Wintersportregion Kronplatz dank überragender Zufriedenheitswerte den Titel "Beste Skiregion der Alpen" für sich verbuchen, knapp gefolgt von Zermatt in der Schweiz. Insbesondere in der Kategorie Beförderungskomfort lässt der Gesamtsieger seine Konkurrenten weit hinter sich. Doch auch was die Schneesicherheit, die Freundlichkeit und die Gastronomie anbelangt, zeigen sich die Gäste des Südtiroler Skigebiets besonders zufrieden. Den dritten Platz teilen sich Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol und das Südtiroler Val Gardena.

Größe als wichtigstes Kriterium: Bei der Wahl des Wintersportortes bleibt die Skigebietsgröße und das Pistenangebot das Auswahlkriterium Nummer 1. Der Wunsch nach einem großen Gebiet steigt mit dem skifahrerischem Können. Viele Skiregionen reagieren darauf, indem sie sich mit ihren Nachbarregionen zu weitläufigen Verbünden zusammenschließen. Die Region Alta Badia führt das Ranking vor Lech-Zürs am Arlberg, das mit neuem Zusammenschluss zu St. Anton am Arlberg ebenfalls diesem Trend folgt.

Im Vergleich zu den Vorjahresergebnissen verzeichnet die Kategorie Skigebietsgröße jedoch rückläufige Tendenzen, während die Kategorien Freundlichkeit (im Ländervergleich punkten hier die österreichischen Skigebiete, in der Einzelauswertung liegt Grächen in der Schweiz auf Platz 1) und Sicherheit auf den Pisten (1. Platz Zermatt, CH) deutlich an Relevanz zugelegt haben. Daneben fallen auch die Kategorien Spaß und Unterhaltung (1. Platz Grächen, sowie Naturerlebnis (1. Platz Alta Badia) immer stärker ins Gewicht.

 

Kriterium Schneesicherheit: Zweitwichtigstes Kriterium bei der Auswahl des Skigebiets bleibt das Thema Schneesicherheit (1. Platz Saas Fee, CH). Ischgl verbucht wie in den Vorjahren die höchsten Zufriedenheitswerte in der Kategorie Après- Ski. Laax bleibt das Fun- und Snowpark-Mekka der Alpen. Familien mit Skizwergen fühlen sich in Grächen in der Schweiz am wohlsten. In Sulden am Ortler (I) scheint die erbrachte Leistung zum Preis besonders attraktiv zu sein, was nicht unwesentlich die Wahl des Skigebietes beeinflusst.

Abnehmende Loyalität und zunehmend kritische Haltung: Die aktuell größte Herausforderung für Skigebiete liegt laut Studienleiter Mike Partel weiterhin in der abnehmenden Loyalität, etwa 30 Prozent wechseln stetig das Skigebiet. Selbst zufriedene Gäste wollen, im Gegensatz zu früheren Generationen, viel (Neues) sehen und erleben. "Künftig wird es also verstärkt darum gehen, Gäste mit "Wow-Effekten" zu begeistern, die zu einer Weiterempfehlung führen", resümiert Partel.

Ein weiteres Studien-Fazit: Der Wettbewerb wird härter, bedingt auch durch ein zunehmendes Angebot an Fern-, Städte- und Schiffsreisen im Winter. Wer bestehen möchte, müsse nicht nur investieren und kreativ sein, er müsse sich vor allem klar positionieren, so die Studienverfasser: "Interessant ist weiters, dass die Zufriedenheitswerte der Spitzenreiter stärker ansteigen als die der restlichen Skiresorts – und das bei einer progressiven Erwartungshaltung. Denn je bekannter ein Skigebiet ist und damit auch meist teurer, desto kritischer bewerten die Gäste. Für hohe Zufriedenheitswerte müssen sie sich also noch stärker ins Zeug legen."

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