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Wahl 2021

In den Bundesparteien fühlen sich alle irgendwie gestärkt

27. September 2021 00:04 Uhr

In den Bundesparteien fühlen sich alle irgendwie gestärkt
Kanzler und Vizekanzler

WIEN. Erleichterung beim zuletzt unter Druck geratenen Kanzler, Vizekanzler Kogler hofft weiter auf Schwarz-Grün in Oberösterreich.

Bundeskanzler Sebastian Kurz war am Sonntagnachmittag der Parteichef, der die erste Glückwunschadresse nach Linz schickte. Das "großartige Wahlergebnis und der große Abstand zum Zweitplatzierten" würden zeigen, dass Thomas Stelzer den richtigen Kurs eingeschlagen habe, gab es Rosen vom VP-Bundesobmann.

Und obwohl Kurz nur sporadisch als Wahlkampfgast präsent war, brachte die einzige Landtagswahl 2021 auch für ihn Rückenwind. Gerade zur rechten Zeit, denn den Kanzler plagen nach wie vor die Ermittlungen wegen seiner Aussagen im Ibiza-Ausschuss.

  • OÖN-TV: Thomas Stelzer im Interview
  • OÖN-TV: Sebastian Kurz im Interview
  • OÖN-TV: Sigrid Maurer im Interview

Trotz eines ähnlich hohen Zugewinns tat sich Vizekanzler Werner Kogler schwerer, Freude über das Ergebnis zu zeigen. "Es geht voran, in Schritten", sagte der Grünen-Bundessprecher in einer ersten Reaktion. Erst im Laufe des Abends sprach Kogler von einem "klaren Auftrag" für Stefan Kaineder, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Weil es nur eine hauchdünne Mehrheit mit der ÖVP gebe, um wie 2019 im Bund Türkis-Blau durch Türkis-Grün zu ersetzen, war man sich in der Ökopartei aber bewusst, dass dieses erklärte Wahlziel zumindest nicht zu den wahrscheinlichsten Varianten zählt.

  • OÖN-TV: Stefan Kaineder im Interview
  • OÖN-TV: Werner Kogler im Interview

Blaue Karten

Auch im Lichte des im Sommer ausgetragenen Kräftemessens zwischen Manfred Haimbuchner und Herbert Kickl, der letztlich als neuer FP-Bundesobmann die Oberhand behielt, war der blaue Wahlsonntag in Oberösterreich zu sehen. Trotz der satten Verluste nach dem Flüchtlingsjahr 2015 gab es kaum Katzenjammer bei Blau. Weil "jede andere Koalition nicht so stabil ist", sprach FP-Generalsekretär Michael Schnedlitz von guten Karten für eine Neuauflage der letzten schwarz-blauen Koalition auf Landesebene. Kickl sah jedenfalls keinen Grund für einen Kurswechsel.

  • OÖN-TV: Manfred Haimbuchner im Interview

Wie in der FPÖ war auch in der SPÖ das heurige Jahr von Führungsdebatten geprägt. So gesehen dürfte der Wahlsonntag für Pamela Rendi-Wagner glimpflich verlaufen sein. Dass Birgit Gerstorfer nur knapp über dem historisch schlechtesten Ergebnis gelandet ist, ist für Rendi-Wagner zwar kein Turbo. Ein paar Prozentpunkte weniger hätten aber ihrem ewigen Gegenspieler, Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, neue Angriffsfläche geboten. So lobte sie "seit fast zwei Jahrzehnten wieder ein Plus", erreicht unter schwierigen Bedingungen.

OÖN-TV: Birgit Gerstorfer im Interview

Den Sensationserfolg von MFG führte man bei Rot wie Blau auf das Corona-Management der Bundesregierung zurück.

Nach einer langen Zitterpartie fiel der Jubel bei den Neos über den erstmaligen Einzug in den oberösterreichischen Landtag befreit aus. Bundeschefin Beate Meinl-Reisinger sprach von einem "emotionalen Tag", nun gehe es an "echte Kontrollarbeit" im Landtag.

OÖN-TV: Landtagswahl 2021: Felix Eypeltauer im Interview

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