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Wahl 2021

Ein klarer Erster und zwei neue Parteien im Landtag

27. September 2021 00:04 Uhr

Ein klarer Erster und zwei neue Parteien im Landtag
Landeshauptmann Thomas Stelzer: am Ende eines langen Wahlkampfes gelöst bei der Wahlparty der ÖVP

LINZ. Die ÖVP festigt mit einem leichten Plus ihre Führungsrolle im Land. Die FPÖ verliert stark, die SPÖ stagniert. Die impfkritische Liste MFG schafft auf Anhieb 6,2 Prozent. Auch den Neos gelingt der Landtagseinzug.

Diese Landtagswahl änderte die Parteienlandschaft in Oberösterreich deutlich: Erstmals ziehen sechs Fraktionen in den Landtag ein. Neben den Neos, die bis zum Schluss zittern mussten, gelang auch der impfkritischen Liste "Menschen – Freiheit – Grundrechte" aus dem Stand der Einzug in das Landesparlament mit 6,2 Prozent der Stimmen laut Hochrechnung von 21.30 Uhr.

Platz eins ging unangefochten an die ÖVP, wenn auch die Landeshauptmann-Partei mit 37,6 Prozent nur ein kleines Plus von 1,2 Prozentpunkten gegenüber ihrem bisher schlechtesten Ergebnis von 2015 erzielte. Landeshauptmann und VP-Obmann Thomas Stelzer zeigte sich dennoch zufrieden: Es sei ein "schöner Erfolg unter diesen Umständen". Man habe einen "klaren Führungsauftrag".

Massive FP-Verluste

Knapper als in den Prognosen der vergangenen Wochen erwartet wurde das Rennen um Platz zwei. Denn für die Freiheitlichen mit Spitzenkandidat Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner setzte es mit einem Minus von 10,6 Prozentpunkten herbe Verluste; die letzte Hochrechnung wies für die FPÖ 19,8 Prozent aus. Das Ergebnis reihe sich zu den besten, "wenn man das Ausnahmejahr 2015 ausnimmt", relativierte Haimbuchner. Wieder zweitstärkste Partei zu sein, sei eine "Bestätigung".

  • OÖN-TV: Kommentar des OÖN Chefredakteur Gerald Mandlbauer

Bis zuletzt hoffte für die SPÖ deren Vorsitzende, Landesrätin Birgit Gerstorfer, auf das Ergebnis aus den großen Städten, um doch noch die FPÖ auf den dritten Platz verdrängen zu können. Nach der letzten Hochrechnung konnte die SPÖ 18,6 Prozent erwarten: ein Plus von lediglich 0,2 Prozentpunkten. Sie nehme das Ergebnis auf sich, "denn ich bin die Spitzenkandidatin", sagte Gerstorfer. Einen negativen Einfluss durch "Streitereien" in der Bundespartei wies sie zurück: "In Oberösterreich geht es um oberösterreichische Themen."

Mit 12,3 Prozent konnten sich die Grünen laut Hochrechnung um 2,0 Prozentpunkte verbessern. Obwohl die Erwartungen etwas höher waren, gab sich Grünen-Landessprecher Landesrat Stefan Kaineder zufrieden: Rund 100.000 Stimmen seien "das bisher beste Ergebnis bei einer Landtagswahl in Oberösterreich". Das Wahlergebnis sei ein "großer erster Schritt" für das Eintreten für Klimaschutz.

"Das Wahlziel war der Einzug in den Landtag, der Trend geht nach oben", kommentierte Neos-Spitzenkandidat Felix Eypeltauer die 4,2 Prozent für seine Partei. Nach "schwierigen Jahren" im Land "haben wir uns derrappelt", so Eypeltauer. Man wolle "die kritische Kraft im Landtag" sein.

"Wir haben die Probleme der Menschen angesprochen", sagte MFG-Spitzenkandidat Joachim Aigner. Im Landtag will er "die offene Diskussion in allen Bereichen".

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