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Landespolitik

Vorzugsstimmen: Winzigs Werbetour durch die Bezirke

Von Wolfgang Braun 27. April 2019

Vorzugsstimmen: Winzigs Werbetour durch die Bezirke
Angelika Winzig

Oberösterreichs Volkspartei kurbelt, damit ihre Kandidatin im parteiinternen Rennen um ein EU-Mandat nicht übrig bleibt.

Diese Woche stand Ried auf dem Programm – als letzter der 18 Bezirke in Oberösterreich, die Angelika Winzig, Spitzenkandidatin der Landes-ÖVP für die EU-Wahl, in den vergangenen Wochen alle abgeklappert hat. Begleitet von ÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer warb Winzig bei der schwarzen Basis in den Bezirken und Gemeinden um Vorzugsstimmen.

Winzig ist zwar als Dritte auf der ÖVP-Kandidatenliste für die EU-Wahl weit vorne gereiht, aber das ist keine Garantie für den tatsächlichen Einzug ins EU-Parlament. Denn in der ÖVP werden die Mandate am Ende nicht nach Listenreihung, sondern nach der Anzahl der Vorzugsstimmen der Kandidaten vergeben. Bei der jüngsten EU-Wahl 2014 errang die ÖVP fünf Mandate – mit fünf bis sechs Sitzen kann man auch diesmal rechnen.

In der Landes-VP geht man davon aus, dass man für Winzig ordentlich mobilisieren muss, damit man am Ende nicht übrig bleibt – vor allem, weil vier Kandidaten außer Reichweite scheinen: Spitzenkandidat Othmar Karas, Staatssekretärin Karoline Edtstadler, EU-Mandatar Lukas Mandl, der von Niederösterreichs VP gepusht wird, und auch die Steirer Bauernbündlerin Simone Schmiedtbauer. Es dürfe nicht passieren, dass Oberösterreichs VP nicht im EU-Parlament vertreten sei, warnt Hattmannsdorfer. Daher muss die Spitzenkandidatin auch auf die Werbetour durch die Bezirke. Generalstabsmäßig läuft dort die Wahlkampfmaschinerie, so wurden bereits 7100 Unterschriften für ein Winzig-Unterstützungskomitee gesammelt. Koordiniert wird diese Aktion vom Langzeit-EU-Abgeordneten Paul Rübig, der bekanntlich nach dieser Periode aus dem EU-Parlament ausscheidet.

Geklärt dürfte in der Partei übrigens bereits sein, wer Winzigs Mandat im Nationalrat übernimmt, wenn sie den Sprung ins EU-Parlament schafft.

Schafft es Winzig, bleibt Prinz

In diesem Fall wäre Nikolaus Prinz aus dem Bezirk Perg der Nutznießer. Prinz sitzt zwar bereits im Nationalrat, müsste seinen Platz aber laut einer parteiinternen Abmachung nach der Hälfte der Legislaturperiode im Jahr 2020 an den Grieskirchner Unternehmer Laurenz Pöttinger abgeben. Schafft Winzig das EU-Mandat, wird Prinz seinen Sitz im Nationalrat behalten können. Das wurde den OÖNachrichten aus der Volkspartei bereits bestätigt.

Artikel von

Wolfgang Braun

Stellvertretender Chefredakteur, Leiter Politikredaktion

Wolfgang Braun
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