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Landespolitik

Prognose für Oberösterreich: Omikron-Welle flacher und länger

Von nachrichten.at/az   21. Januar 2022 10:35 Uhr

 Simulationsforscher Niki Popper 

LINZ. In Oberösterreich dürfte die Omikron-Welle etwas flacher ausfallen als erwartet, dafür wird sich der Höhepunkt voraussichtlich um eine Woche verzögern. Das zeigt eine Prognose des Simulationsforschers Niki Popper.

Er geht von einer Sieben-Tage-Inzidenz von rund 4.000 Anfang Februar aus. In den Spitälern werden Mitte Februar rund 350 Patienten auf Normalstationen und 70 Intensivpatienten Ende Februar/Anfang März als wahrscheinlichstes Szenario vorhergesagt.

Zum Vergleich: Anfang Dezember hatte man im Rahmen der vierten Welle einen Maximalwert von 138 Intensivpatienten erreicht. Anfang des Jahres wurde noch befürchtet, dass die Omikron-Welle eine ähnlich hohe Intensivbelegung verursachen könnte. Die aktuelle Prognose liegt aber davon weit entfernt. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz dürfte niedriger ausfallen als zuletzt erwartet: Statt der bisher befürchteten 4.500 soll sie "nur" bis 4.000 ansteigen - allerdings wird sich der Peak von Ende Jänner auf die erste Februarwoche verschieben. Die Kurve wird also flacher. Dennoch ist zum Höhepunkt mit einer fünfstelligen Zahl an täglichen Neuinfektionen zu rechnen.

4.667 Neuinfektionen am Freitag

"Die vorliegenden Prognosezahlen geben Grund zur Hoffnung, denn es wird zwar das Infektionsgeschehen weiterhin stark ansteigen, aber es zeichnet sich keine Überlastung der Spitäler ab", zeigte sich LH Thomas Stelzer (ÖVP) optimistisch. Dennoch müsse man weiter vorsichtig sein. Am Freitag meldete das Dashboard des Landes 4.667 Neuinfektionen und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1.348,4. Auf den Normalstationen wurden 108 (plus drei), auf Intensivstationen 20 Corona-Patienten (minus eins) behandelt.

Angesichts der hohen Infektionszahlen gerät das PCR-Testsystem an seine Grenzen. Am Freitag begann das Land daher mit der Auslieferung von drei Millionen Antigen-Wohnzimmertests, die nun wieder zugelassen sind und 24 Stunden gelten, an die Städte und Gemeinden, weitere drei Millionen sollen später folgen. Die Bürger können die Tests ab Anfang kommender Woche - je fünf Stück pro Haushalt - in den Gemeinden und Städten abholen. Die Testplattform www.selbsttest.ooe.gv.at geht bereits am Samstag online. Damit können auch Wohnzimmertests, die man aus der letzten Phase noch zu Hause hat, genutzt werden.

Seit gestern Früh sind in Oberösterreich unter ooe-impft.at Vormerkungen für die Impfung mit dem neuen Novavax-Präparat möglich. Sobald der Proteinimpfstoff verfügbar ist, erfolgt eine Benachrichtigung per SMS. Von circa 8 bis 17 Uhr haben sich laut Krisenstab 897 Personen vorgemerkt. Man könne nun auch jenen ein Angebot machen, die aus welchen Gründen auch immer auf eine andere Impfstoff-Technologie warteten, so Gesundheitsreferentin Christine Haberlander (VP).

Der Bund veröffentlichte gestern wegen einer "nicht abgeschlossenen Datenbereinigung" erstmals keine finalen Corona-Fallzahlen.

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