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Landespolitik

OÖ. Rechnungshof: Mitarbeiter-Recruiting "beim Land ausbaufähig"

Von nachrichten.at/apa   17. November 2021 16:20 Uhr

Landeswappen oberösterreich im Einganges Bereich beim Landhaus in Linz
In den vergangenen Jahren ist die Zahl Jener, die freiwillige aus dem Landesdienst ausscheiden, um 80 Prozent gestiegen. Vor allem bei den 30 bis 40-Jährigen.

LINZ. Der Landesrechnungshof (LRH) ist in einer Initiativprüfung zu dem Schluss gekommen, dass die Instrumente des Landes Oberösterreich im Wettbewerb um Mitarbeiter ausbaufähig sind. Zudem mahnte er, Ausnahmebestimmungen im Objektivierungsverfahren eng auszulegen.

Rund 9.500 Beschäftigte beim Land werden innerhalb der kommenden 15 Jahre altersbedingt ausscheiden. Diese Lücke werde von nachfolgenden Generationen nur teilweise kompensiert. Häufiger Personalwechsel fordere auch die Dienststellen im Land. "Instrumente zur Bewältigung der Herausforderungen sind zwar vorhanden, aber ausbaufähig", erklärte LRH-Direktor Friedrich Pammer. Nicht abzuschätzen sei, ob zusätzliche Anreize zum Besoldungssystem des Landes wie Karenzierungen oder flexible Arbeitszeit ausreichen, um auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu bleiben.

Interne Jobbörse wenig erfolgreich

Wesentlicher Erfolgsfaktor ist auch, wie rasch Nachbesetzungslücken - derzeit durchschnittlich 63 Kalendertage - geschlossen werden können. Beim Land wird zwischen einem internen Nachbesetzungs- und externen Aufnahmeverfahren unterschieden, wofür jeweils eine eigene Abteilung zuständig ist. Dies erschwere oftmals die hintereinander ablaufenden Prozesse. 40 Prozent der internen Jobbörse-Verfahren blieben ohne Bewerber; in den übrigen Verfahren lag die Quote bei zwei Bewerbungen, so der LRH. Mehr Flexibilität und die Wahl jenes Verfahrens, das die größten Erfolgsaussichten verspricht, wären geboten.

OÖVP-Klubobmann Christian Dörfel sah in einer Reaktion den demografischen Wandel als Herausforderung und den LRH-Bericht als gute Anregung. Durch die Pandemie sei der Prozess zur strategischen Ausrichtung für die kommenden Jahre in der Personaldirektion auf nächstes Jahr verschoben worden. Erkenntnisse aus dem Bericht würden strategisch einfließen.

Immer mehr Jüngere hören auf

FSG-Personalvertreterin Renate Heitz (SPÖ) sah - angesichts der steigenden Austritte von Beschäftigten - plus 80 Prozent von 2016 bis 2020 - Handlungsbedarf. "Die genauen Gründe dafür werden wir im Kontrollausschuss hinterfragen", ließ sie in einer Presseaussendung wissen. Die Statistik zeige, dass die Zahl seit Übernahme des Personalressorts durch LH Thomas Stelzer (ÖVP) steige, so Heitz, am stärksten bei Jüngeren zwischen 30 und 40 Jahren. Das würde die Personallücke durch die ohnehin anstehenden Pensionierungen weiter verschärfen.

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