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Landespolitik

Oberösterreich: Impfoffensive bei Migranten

05. Januar 2022 00:04 Uhr

Oberösterreich: Impfoffensive bei Migranten
Wolfgang Hattmannsdorfer

LINZ. Nachzügler bei der Corona-Schutzimpfung sind wie schon bundesweit auch in Oberösterreich die Zuwanderer aus Ost- bzw. Südosteuropa.

Die Chinesen, die in Oberösterreich leben, sind Spitzenreiter bei der Corona-Impfquote – sie kommen auf 79 Prozent. Auch die in Oberösterreich lebenden Iraner liegen mit einer Impfquote von 76 Prozent weit über dem Bundeslandschnitt von 66 Prozent. Gleiches gilt für Migranten aus der Türkei und Tschechien (je 70 Prozent). Diese Daten liefert eine Detailauswertung der Statistik Austria über die Impfbereitschaft in Österreich.

Nachzügler sind wie schon bundesweit auch in Oberösterreich die Zuwanderer aus Ost- bzw. Südosteuropa. So erreichen Migranten aus Serbien (51 Prozent), Kroatien (50 Prozent), Bulgarien (45 Prozent), Ungarn (44 Prozent), Slowenien (43 Prozent) oder Rumänien (40 Prozent) eklatant unterdurchschnittliche Impfquoten.

"Gemeinsamer Kraftakt"

Hier will das Land nun nochmals mit einer Informations-Offensive ansetzen, wie Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (VP) ankündigte. "Um das Virus einzudämmen, braucht es einen gemeinsamen Kraftakt von allen Menschen, die in Oberösterreich leben", sagt Hattmannsdorfer. Zuwanderer aus Herkunftsländern mit geringem Impffortschritt sollen gezielt angesprochen und in der jeweiligen Landessprache informiert werden. Auch eigene Impfstraßen des Österreichischen Integrationsfonds soll es geben. Außerdem werde man die Kontaktaufnahme mit Integrationsvereinen intensivieren, kündigte Hattmannsdorfer an.

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