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Landespolitik

Oberösterreich geht in den Lockdown

19. November 2021 00:04 Uhr

"Die Welle baut sich immer weiter auf" Oberösterreich geht in den Lockdown
Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) weist den Weg Richtung Lockdown.

LINZ. Ab Montag gelten bis mindestens 17. Dezember Ausgangsbeschränkungen.

"Wir haben keinen Spielraum mehr", sagte Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) in der gestrigen Landtagssitzung und kündigte an, dass Oberösterreich und Salzburg ab Montag in den Lockdown gehen werden. Die beiden Bundesländer gehen im Gleichklang vor, sagte der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (VP): "Die jüngste Entwicklung hat uns keine Wahl gelassen." Man gehe voran, betonte Stelzer, der nicht davon ausgeht, dass heute ein bundesweiter Lockdown verkündet wird.

Am späten Nachmittag wurden schließlich die Details präsentiert. Es gelten Ausgangsbeschränkungen, Gastronomie, Freizeiteinrichtungen und der Handel (außer für Besorgungen des täglichen Bedarfs) werden geschlossen. Abholungen sollen in der Gastronomie, aber auch im Handel möglich sein. Am Arbeitsplatz gilt weiterhin 3G. Für die betroffenen Wirtschaftsbereiche wird es jene Hilfen geben, die es auch in den bisherigen Schließungsphasen gab.

  • OÖN-TV Sendung vom 18.11.2021: Oberösterreich steht vor dem Lockdown

"All die Maßnahmen, die wir gesetzt haben, reichen nicht. Die Welle baut sich immer weiter auf. Der Schutz der Spitäler macht weitere Einschnitte nötig", begründete Stelzer den Lockdown. Dieser soll bis mindestens 17. Dezember dauern. Dann werde man sehen, ob die Wirkung ausreichend sei: "Aber niemand kann den Schlusspunkt nennen. Es wird den Lockdown aber nur so lange geben, solange wir ihn brauchen." Möglich sei, dass der Lockdown für Geimpfte mit 17. Dezember ende und für Ungeimpfte noch weitergehe. Man müsse den "völligen Kollaps" vermeiden, sagte der Linzer Bürgermeister und Präsident des Städtebundes, Klaus Luger (SP). Es seien nun schwere Wochen, die auf die Oberösterreicher zukommen, sagte Landeshauptmann-Stv. Christine Haberlander (VP): "Der Lockdown ist das schärfste Instrument. Und das ist leider jetzt erforderlich, um die Neuinfektionen drastisch zu reduzieren." Angesichts der Entwicklung könne man davon ausgehen, dass die Zahl der Covid-Intensivpatienten auf 200 ansteigen wird.

Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am KUK, betonte auch im Namen des Gesundheitspersonals, nun "dankbar" zu sein, dass diese Entscheidung getroffen wurde. Unmittelbar werde das keine Erleichterung bringen, erst in ein paar Wochen: "Aber ohne Lockdown gäbe es gar keine Erleichterung."

  • OÖN-TV: "Es ist absolut notwendig" - Stimmen zum Lockdown in Oberösterreich

Impfangebote bleiben offen

Alle Impfangebote werden aufrechterhalten und weiter ausgebaut. "Wir müssen die Zeit nutzen, um zum Impfen zu motivieren", so Luger.

Hans Hingsamer, Präsident des Gemeindebunds, schloss sich den Impfappellen an und rief auch zum Zusammenhalt auf: "Wenn wir das nicht schaffen, wird es auch schwierig, die Pandemie zu bekämpfen." Die Rechnung sei ganz einfach: "Je konsequenter wir mitmachen, desto kürzer kann die Maßnahme dauern." (eiba)

Verwirrung um Schulen

Bis zuletzt war nicht klar, wie genau mit den Schulen umgegangen wird. Der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (VP) hatte von geschlossenen Schulen und Betreuung gesprochen. Auch in Oberösterreich wollte niemand von offenen Schulen sprechen. Auf Nachfrage der OÖN, ob unterrichtet werde, antwortete LH-Stv. Christine Haberlander (VP) mit einem dezidierten Ja.

  • Video: Uneinigkeit über Schulschließungen

So sieht es auch das Bildungsministerium vor, wie aus dem Brief von Minister Heinz Faßmann (VP) an die Schulen hervorgeht: „Die Schule bleibt für einen unter diesen Umständen angebrachten Schulbetrieb offen.“
Das heißt: An den Schulen wird unterrichtet. Wer sein Kind zu Hause lassen möchte, kann dies ohne Entschuldigung tun. Es wird auch empfohlen, dies zu tun. Es gibt kein flächendeckendes Distance Learning. Schüler, die zu Hause sind, erhalten Lernpakete oder können sich in Präsenzstunden über den Lerninhalt informieren. Testungen für die Schüler in den Schulen bleiben aufrecht, die Maskenpflicht wird ausgeweitet.

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