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Landespolitik

Die Impfung ist "wirksamstes Mittel" gegen Corona

Von Wolfgang Braun  22. September 2021 06:10 Uhr

Ärzte-Initiative für „einen verantwortungsvollen Umgang mit Corona“: Franz Harnoncourt, Bernd Lamprecht, Silvia Dobler, Kurosch Yazdi, Tilman Königswieser, Gerhard Pöppl, Kostja Steiner, Stefan Meusburger, Peter Niedermoser

LINZ. Appell oberösterreichischer Spitzenmediziner im Finale des Wahlkampfes

Stagnierende Impfquote in Oberösterreich, eine aufgeheizte Wahlkampfstimmung durch die Anti-Impf-Propaganda der Freiheitlichen und dazu noch mit der MFG eine neue wahlwerbende Bewegung, die sich überhaupt ausschließlich als Impfgegner-Partei positioniert. Vor diesem Hintergrund mündete eine Anfrage der OÖNachrichten über die aktuelle Lage in den oberösterreichischen Spitälern in einen gemeinsamen Appell oberösterreichischer Spitzenmediziner "für einen verantwortungsvollen Umgang mit Corona".

Oberösterreich habe dank der Leistungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte ein sehr gutes Gesundheitssystem. Es brauche jedoch weiterhin "eine verlässliche Landespolitik", um darauf aufbauen zu können. Die Mediziner aus allen Teilen des Landes (siehe Kasten) warnen vor allem vor Verschwörungstheorien über Corona in sozialen Medien und rufen zur Impfung auf.

"Fakten und Studien"

Wörtlich heißt es in der Stellungnahme: "Zur Bewältigung der Coronakrise muss die Politik auf Fakten, wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen basierend handeln. Verschwörungstheorien sowie ein Leugnen der Corona-Krankheit schaden unseren tagtäglichen Bestrebungen zur Bewältigung der Krise. Das wirksamste Mittel gegen die Corona-Krankheit ist die Impfung. Das belegen alle Fakten und Studien."

Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser, der die Initiative mitträgt, sieht vor allem die Gefahr, dass der Frustpegel beim Spitalspersonal angesichts des nächsten Corona-Winters steigt.

Man habe immer mit vollem Einsatz und Elan in den Spitälern gearbeitet, aber jetzt spüre man das Bewusstsein, dass man vor einer Welle steht, die im Gegensatz zu den Corona-Wellen zuvor durch die Impfung eigentlich zu verhindern wäre. "Da entsteht unter den Medizinern ein Gefühl der Enttäuschung und auch des Unverständnisses, weil viele Intensivbehandlungen nicht notwendig wären, wenn sich die Patienten hätten impfen lassen", sagt Niedermoser.

Ärzte-Initiative

Zur Stellungnahme an die OÖN haben sich Franz Harnoncourt (Vorstandsvorsitzender OÖ. Gesundheitsholding), Bernd Lamprecht (Vorstand Klinik für Lungenheilkunde am KUK), Silvia Dobler (Leiterin Institut für Intensivmedizin, Spital Kirchdorf), Kurosch Yazdi (Vorstand Klinik für Psychiatrie am KUK), Tilman Königswieser (Direktor Salzkammergut-Klinikum), Gerhard Pöppl (Leiter Institut für Kinder- und Jugendheilkunde, Kirchdorf), Kostja Steiner (Leiter Institut für Intensivmedizin, Rohrbach), Stefan Meusburger (Geschäftsführer Ordensklinikum Linz) und ÄK-Präsident Peter Niedermoser zusammengefunden.

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Wolfgang Braun

Stellvertretender Chefredakteur, Leiter Politikredaktion

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