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Landespolitik

Wechsel im Attersee-Kreis und ein rotes Lebenszeichen

Von Wolfgang Braun   25. März 2017 00:04 Uhr

Wechsel im Attersee-Kreis und ein rotes Lebenszeichen
Norbert Nemeth

FP-Parlamentsdirektor Norbert Nemeth übernimmt die liberale Denkwerkstätte der FPÖ.

Der blaue Attersee-Kreis hat seit Anfang März einen neuen Obmann: Nachdem sich der ehemalige FPÖ-Nationalratsabgeordnete Alois Gradauer 74-jährig zurückgezogen hat, übernimmt nun Norbert Nemeth die Leitung der blauen Diskussions- und Denkplattform.

Nemeth ist Direktor des freiheitlichen Parlamentsklubs in Wien, der 48-jährige Jurist lebt jedoch mit seiner Familie im Salzkammergut am Attersee. Dort – in Nußdorf am Attersee – hat der Attersee-Kreis auch seinen Sitz, nachdem er von FPÖ-Landeschef Manfred Haimbuchner im Jahr 2012 wiederbelebt wurde. Der Attersee-Kreis wurde in den 70er-Jahren gegründet, als liberales Gegengewicht zum nationalen Flügel in der FPÖ. Prägende Figuren waren der ehemalige Vizekanzler Norbert Steger, Ex-Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager oder Norbert Gugerbauer.

Nachdem Jörg Haider 1986 die FPÖ übernommen hatte, wurde der Attersee-Kreis zwischenzeitlich aufgelöst.

 

Wechsel im Attersee-Kreis und ein rotes Lebenszeichen
Daniela Holzinger-Vogtenhuber

Daniela Holzinger-Vogtenhuber    (privat)

Es gibt in Oberösterreich eine junge SPÖ-Politikerin, die das Ein-mal-eins des politischen Marketings beherrscht – aber die steht mit ihrer Landespartei seit Monaten auf Kriegsfuß.

Die streitbare Nationalratsabgeordnete aus Gampern, Daniela Holzinger-Vogtenhuber, hat sich nach heftigen internen Konflikten im vergangenen Sommer aus den Landes- und Bezirksparteigremien zurückgezogen. Aktiv ist die 29-Jährige aber weiterhin: Dieser Tage verschickt sie an SPÖ-Mandatare in ihrem Bezirk, aber auch landes- und bundesweit, ein 16-seitiges Heft, das sie mit ihrem Team grafisch ganz im Stil des "Plan A-Magazins" von SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern gestaltet hat.

Vielen in der SPÖ gilt Holzinger als Querulantin – an dieser Broschüre kann man aber sehen, warum sie manche auch für eine erfrischende Erscheinung halten. Das alles ist flott gemacht, ganz anders als der übliche Parteisprech. "Ich bin grundsätzlich vom Plan A überzeugt. Aber Kanzler Kern hat zur kritischen Mitarbeit und zum Weiterdenken eingeladen – und das ist mein Beitrag", so Holzinger.

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