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Landespolitik

Schwarz-rotes Zittern und eine ruhige Kugel für FP-Obermayr

Von Von Markus Staudinger   27. Mai 2009 00:04 Uhr

Schwarz-rotes Zittern und eine ruhige Kugel für FP-Obermayr
Franz Obermayr (FP)

LINZ. Sitzen ab 7. Juni drei Oberösterreicher im EU-Parlament? Für FP-Kandidat Franz Obermayr ist der Einzug so gut wie sicher. Für Paul Rübig (VP) und Josef Weidenholzer (SP) könnte es dagegen noch eng werden.

Für den früheren Linzer Vizebürgermeister Franz Obermayr (FP) lebt es sich gut im Windschatten von FP-Chef Heinz-Christian Strache und EU-Spitzenkandidat Andreas Mölzer.

Sein Einzug ins Europa-Parlament ist nach allen Umfragedaten derzeit so gut wie sicher – und das obwohl Obermayr im Wahlkampf so gut wie gar nicht präsent ist: Dass der Linzer hinter Mölzer die Nummer zwei auf der blauen Liste ist und damit beste Chancen auf einen EU-Parlamentssitz hat, erschließt sich dem Wählerpublikum bislang auf keinen FP-Plakatsujets. In den nächsten Tagen sollen zumindest in Linz Dreieckständer mit Obermayrs Porträt aufgestellt werden, heißt es aus der FP.

Zum Abschluss des blauen EU-Wahlkampfs in Oberösterreich am 5. Juni kommt dennoch wieder starke Unterstützung aus Wien: Mit Bühnen-Shows in Steyr, Linz, Gmunden und Frankenburg trommeln Strache und Spitzenkandidat Mölzer nochmals großflächig für Wahl- Stimmen für die FP.

Mit Ausnahme des Auftritts in Steyr wird auch Polit-Rückkehrer Obermayr – er war 2003 nach einer Wahlniederlage aus der aktiven Politik ausgeschieden und hatte später bei einer Tochterfirma der Linz AG Beschäftigung gefunden – bei den blauen Wahlveranstaltungen dabei sein.

Gerade-Nicht-Mandatar

Bei der SP stehen die Chancen auf ein Mandat im EU-Parlament für den Volkshilfe-Präsidenten und Linzer Soziologie-Professor Josef Weidenholzer (Platz Fünf auf der Liste) diesmal zwar nicht schlecht. Erlebt die SP aber – wie in manchen Umfragen prognostiziert – tatsächlich einen Absturz auf 25 Prozent, dann wackelt auch das EU-Mandat für Weidenholzer.

Was für Weidenholzer, den die SP derzeit landesweit bewirbt, besonders bitter wäre. Denn bislang war er stets der Gerade-Eben-Nicht-Mandatar seiner Partei. Er kandidierte bei etlichen Wahlen in Bund und Land mit eiserner Loyalität auf roten Wackelplätzen, für die das Wahlergebnis dann gerade eben nicht reichte.

Auch für den Welser Unternehmer und langjährigen EU-Mandatar Paul Rübig, der heuer bereits seinen vierten EU-Wahlkampf bestreitet, sollte der Wiedereinzug ins EU-Parlament grundsätzlich zu schaffen sein. Doch auch für Rübig (Platz Fünf auf der VP-Liste und ebenfalls landesweit beworben) gilt: Bewegt sich das Ergebnis der VP im Bereich rund um die 25 Prozent wackelt auch sein Mandat gehörig.

Vorzugsstimmen-Problem

Was für Rübig erschwerend dazu kommt, ist die Flut an Vorzugsstimmen-Kampagnen in der VP. Denn anders als die meisten VP-Kandidaten zur EU-Wahl führt Rübig keine dezidierte Vorzugsstimmenkampagne und könnte im für ihn schlimmsten Fall von nachgereihten VP-Kandidaten – wie etwa der Kärntner Bauerbund-Kandidatin Elisabeth Köstinger oder dem VP-Seniorenbund-Kandidaten Heinz Becker – überholt werden.

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