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Landespolitik

Nur jeder 50. Vater geht in Karenz

23. Juli 2010 00:04 Uhr

Mutter und Sohn

Von 27.562 Österreichern, die seit Jahresbeginn nach einer Geburt in Karenz gegangen sind und Kindergeld beziehen, sind nur zwei Prozent männlich. Trotzdem ist Familienstaatssekretärin Christine Marek (VP) zuversichtlich, dass der Anteil von Männern in Karenz mittelfristig auf 20 Prozent steigen wird.

Gut angenommen werden, vor allem von Frauen, die beiden neuen Bezugsvarianten, die seit einem guten halben Jahr in Kraft sind. So haben sich seit 1. Jänner insgesamt elf Prozent der Eltern für das einkommensabhängige Kindergeld entschieden. Weitere vier Prozent beziehen die ebenfalls neue 1000-Euro-Variante. Am beliebtesten ist allerdings nach wie vor die längste Kindergeld-Variante (30 plus 6 Monate). Hier gibt es 436 Euro pro Monat, jeweils bei der Beteiligung beider Partner.

Die Reform des Kinderbetreuungsgeldes sei richtig gewesen, sagt Marek. Es sei ein „sehr schöner Erfolg“, dass entgegen aller Unkenrufe 15 Prozent der Eltern eine Karenz-Kurzvariante gewählt hätten.

Diese Versionen, bei denen die Karenzbezieher bereits nach zwölf oder 14 Monaten wieder ins Berufsleben einsteigen, erhöht allerdings den Bedarf an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige. Daher, so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SP), wolle sie von Marek keine Überlegungen zu eventuellen Finanzierungsstopps hören. Am Mittwoch hatte Marek gemeint, die Anstoßfinanzierung des Bundes über jährlich 15 Millionen Euro für den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen in den Ländern sei noch nicht fix. Sie wolle erst abwarten, ob die Länder die Mittel entsprechend abrechnen würden. Heftige Kritik gab es daraufhin aus den Ländern: Es brauche weiterhin den Bundeszuschuss.

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