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Landespolitik

Meinhard Lukas als JKU-Rektor wiedergewählt

Von eiba/az   24. April 2018

Rektor Meinhard Lukas auf dem Weg zum Senat.

LINZ. Schneller als von vielen Beobachtern erwartet hat der Uni-Senat heute entschieden: Rektor Meinhard Lukas wird über das Jahr 2019 hinaus Rektor der Linzer Kepler-Uni bleiben. Er spricht von einem "Vertrauensvorschuss".

Der Senats-Vorsitzende, Professor Michael Mayrhofer, trat nach der Sitzung kurz vor die Presse und erklärte, dass Lukas eine "ausreichende Mehrheit" bekommen habe. Zuvor waren um 16.14 Uhr die Mitarbeiter der Universität informiert worden.

Lukas selbst sagte dann, dass er das Votum als "Vertrauensvorschuss" sehe, um die Strategie in den nächsten Jahren umzusetzen. Auch sei das Ergebnis ein "starker Rückhalt"  für die anstehenden wichtigen Budget-Verhandlungen in Wien.

Mit leichter Verspätung hatte die Sitzung des Universitäts-Senats begonnen. Er musste darüber entscheiden, ob das Rektorat von Meinhard Lukas vorzeitig um vier Jahre verlängert wird. 

Der Senat hat 26 Mitglieder. Lukas brauchte eine Zwei-Drittel-Mehrheit, mindestens die Hälfte der Senats-Mitglieder musste anwesend sein.

 

Video: "Werde den eingeschlagenen Weg weitergehen"

 

Vorigen Donnerstag hatte sich schon der neunköpfige Uni-Rat schon einstimmig für Lukas entschieden. Große Bedeutung hat das Ergebnis für die anstehenden Budgetverhandlungen der JKU mit dem Bund.

Video: Rektor Lukas von Senat wiedergewählt

"Ich klebe nicht auf meinem Sessel"

Beim Hearing gestern hatte Lukas gesagt: "Ich mache den Job mit viel Herzblut, aber ich klebe nicht auf meinem Sessel."

An der Befragung nahmen 400 Personen teil, die sich zum Teil sehr kritisch über die Person Lukas und dessen Führungsstil äußerten.

Dass sich so mancher einen anderen Rektor wünsche, sei legitim, sagte Lukas dann auch gestern einleitend. Er plädierte für eine "konstruktive Debatte in akademischer Tradition". Dieser Wunsch ging bei den Fragerunden nach seinem ausführlichen Rück- und Ausblick über weite Strecken in Erfüllung. Am intensivsten beschäftigten die Anwesenden die zukünftige Ausrichtung der Universität sowie konkrete Fragen zum Thema Personal rund um die Karrieremodelle für den Mittelbau und das Problem der befristeten Verträge. "Dies alles ist eine Frage des Budgets. Der Probleme sind wir uns bewusst, und wir diskutieren intensiv mögliche Lösungen", betonte Lukas.

Klare Fronten

Auch sein Führungsstil kam zur Sprache. Dieser sei "einschüchternd", und Entscheidungen würden oft in informellen Gremien getroffen. Diese Vorwürfe wollte Lukas nicht auf sich sitzen lassen: "Das ist nicht die allgemeine Wahrnehmung." Die schriftliche Zusammenfassung der Fragen ärgerte Lukas sichtlich: "In all diesen Fragen sind Behauptungen impliziert, die ich entschieden zurückweise." Die Frontlinien blieben damit klar gezogen – was die heutige Wahl nicht minder spannend macht.

Und wenn er nicht gewählt wird, bleibt Lukas bis zum Ende seiner Amtszeit im Herbst 2019 Rektor? "Natürlich, so der Herrgott will."

 

Der Uni-Senat

Der Senat entscheidet über die Bestellung des Rektors. Vorsitzender des Senats ist Universitätsprofessor Michael Mayrhofer, stellvertretende Vorsitzende Professorin Christine Duller. Im Senat sind inklusive der Vorsitzenden 13 Vertreter der Professoren stimmberechtigt. Die Universitätsassistenten und wissenschaftlichen Mitarbeiter stellen sechs Senatsmitglieder. Die Studierenden sind ebenfalls mit sechs vertreten, darunter ÖH-Vorsitzender Edin Kustura. Eine Stimme im Senat hat das allgemeine Uni-Personal.

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