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Landespolitik

Kaserne Ebelsberg: „Da ist Platz für 2000 Wohnungen“

Von Eike-Clemens Kullmann   19. Januar 2012 21:50 Uhr

Kaserne Ebelsberg
Kaserne Ebelsberg

LINZ. Begeistert zeigt sich der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SP) vom Vorschlag des Militärkommandanten, Generalmajor Kurt Raffetseder, die Kaserne Ebelsberg zu schließen. Zustimmung kommt auch von Landeshauptmann Josef Pühringer (VP).

Raffetseder hatte im Interview mit den Oberösterreichischen Nachrichten gesagt, dass das Militärkommando gemeinsam mit der 4. Panzergrenadierbrigade der Politik vorgeschlagen habe, den Standort Ebelsberg (dort ist das Kommando der Vierten untergebracht) aufzugeben. Für die Truppe gäbe es genügend Platz am Fliegerhorst Vogler in Hörsching sowie am Standort Garnisonstraße in Linz.

Dobusch: „Ein Hammer“

„Für uns ist das ein Hammer“, reagierte der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch am Donnerstag erfreut auf diese Aussage. Wobei er sagt, diese habe ihn nicht überrascht: „Es gab schon Vorgespräche in diese Richtung.“

Die Stadt habe bei der Überarbeitung von Flächenwidmungsplan und Entwicklungskonzept schon den neuen Richtlinien des Landes Rechnung getragen und Subwidmungen vorgenommen. „Das Gelände in Ebelsberg, immerhin rund 200.000 Quadratmeter, ist derzeit als Sondergebiet Bundesheer gewidmet. Wir haben daher dort die Subwidmung Wohngebiet druntergelegt.“
Auf dem Kasernengelände sieht der Linzer Bürgermeister „Platz für 2000 Wohnungen, bestens aufgeschlossen und damit hochinteressant“. Als Käufer würde die Stadt aber eher nicht auf den Plan treten. „Es gibt viele Interessenten. Da ist es nicht notwendig, Zwischenhändler zu sein.“

Das Land Oberösterreich sei nicht unmittelbar betroffen von einer Schließung der Kaserne Ebelsberg, sagte Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) den OÖN. „Ich habe aber schon bei der vergangenen Reform intern vorgeschlagen, das zu tun. Ich halte eine Konzentration in Hörsching und der Garnisonstraße für sinnvoll.“ Der Standort Ebelsberg wäre schließlich besser verwertbar als ein dezentraler Standort.

Kein Widerspruch kam auch aus dem Verteidigungsministerium. „Dieses Projekt wird derzeit geprüft“, lautete die knappe Stellungnahme des Ministeriumssprechers, Oberst Michael Bauer.
 

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