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Landespolitik

Herzkatheter: Von Stents und Dehnungen

16. Februar 2010 00:04 Uhr

• Herzkatheter: Ein Herzkatheter ist ein etwa zwei Millimeter dicker und 1,5 Meter langer Plastikschlauch, der über eine Vene oder eine Schlagader ins Herz eingeführt wird. Eine gezielte Führung des Katheters wird dabei erst mit Hilfe einer Röntgendurchleuchtung möglich. Diese spezielle Anlage kostet rund eine Million Euro und sollte nach Empfehlung von Experten alle sieben bis zehn Jahre erneuert werden.

• Untersuchungen und Eingriffe: Unterschieden wird zwischen diagnostischen Eingriffen (Untersuchungen), geplanten interventionellen Eingriffen und interventionellen Eingriffen bei einem akuten Herzinfarkt. Bei interventionellen Eingriffen werden z. B. verengte Herzkranzgefäße mit einem Ballon aufgedehnt. Wenn zusätzlich eine Metallhülse eingebracht wird, spricht man von einer Stent-Implantation.

• Standorte: Österreichweit gibt es derzeit 37 Herzkatheterstationen für Erwachsene. Unabhängig von der Frage zusätzlicher Herzkatheter fordern Experten seit Jahren eine Verbesserung des Notarztwagen-Systems, um in jenen Fällen, in denen bei einem Herzinfarkt ein akuter Herzkatheter-Eingriff notwendig ist, eine optimale Erstversorgung und einen raschen Transport ins nächste Herzzentrum sicherzustellen. Gesundheitsstatistiken zeigen dass die Sterblichkeitsrate bei Herzinfarkten z. B. in der Region Pyhrn-Eisenwurzen deutlich höher ist als im Zentralraum Linz-Wels.

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