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Landespolitik

790.000 Euro für Welser Affengehege: FP-Stadtrat verteidigt Neubau

28. Dezember 2010 00:04 Uhr

790.000 Euro für Welser Affengehege: FP-Stadtrat verteidigt Neubau
"Eine Absiedlung der Affen wäre der erste Schritt zur Schließung des Welser Tiergartens." Andreas Rabl, Wohnbaustadtrat (FP), zuständig für den Tiergarten

Unterschiedliche Sparvorstellungen haben FPÖ und ÖVP nicht nur auf Landesebene (siehe obenstehender Artikel), sondern auch in Wels.

Dort freilich ist es die ÖVP, die bei FP-Wohnbaustadtrat Andreas Rabl, in dessen Ressort auch der Tiergarten fällt, zu wenig Sparwillen sieht. Stein des Anstoßes ist der Bau eines neuen Affengeheges im Welser Zoo. Dieser sei notwendig, weil das derzeitige Affenhaus samt Gehege nicht mehr den Tierschutzbestimmungen entspreche, sagt Rabl.

Im Welser Stadtbudget sind für das neue Affengehege in den kommenden beiden Jahren jeweils 395.000 Euro budgetiert. Macht insgesamt 790.000 Euro – ein unverhältnismäßig hoher Betrag für die rund dreißig Affen im Welser Zoo sei das, findet die Welser VP-Landtagsabgeordnete Doris Schulz. Besser wäre es, die Affen an einen anderen Tierpark abzugeben, sagen Schulz und die Welser VP-Obfrau Anna Eisenrauch.

Welser „Affengipfel“

Doch Rabl hält dagegen – und lädt im Jänner zum „Tiergarten-Gipfel“, auf dem über die Zukunft der Bart- , Mantel- und Kapuzineraffen in Wels beraten werden soll. Weshalb so mancher Spötter im Welser Rathaus den Termin schon zum „Affengipfel“ umbenannt hat.

Eine Absiedlung der Affen wäre der erste Schritt zur Schließung des Tiergartens, sagt Rabl. In den nächsten Jahren müssten aufgrund der Tierschutzbestimmungen etliche Gehege neu gebaut werden. Folge man der Argumentation der ÖVP sei künftig jede Investition in den Tiergarten abgeblockt, sagt Rabl. Außerdem habe die ÖVP im Jahr 2006 dem Masterplan Tiergarten samt Neubau eines Affengehege noch zugestimmt

Die Kosten für das Affengehege spielt Rabl herunter: Der Bau des Affenhauses werde rund 250.000 Euro ausmachen, rechnete er jüngst in einer Presseaussendung vor. Dazu kommen freilich noch Kosten für das Gehege und die Außenanlagen.

Im Magistrat Wels heißt es auf OÖNachrichten-Anfrage: Die genannten 790.000 Euro seien eine erste Grobschätzung für Affenhaus, Gehege und Nebenanlagen. VP-Frau Schulz wären aber selbst 250.000 Euro für das Affenhaus zu viel, wie sie sagt. Da hilft es auch nichts, dass die Welser VP die Patenschaft für die Bartaffen übernommen hat, wie eine Tafel im Zoo verrät... (ct/mst)

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