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Innenpolitik

Wöginger im Home-Office: "Lehrer und Eltern leisten Großartiges"

Von Christoph Kotanko  28. März 2020 00:04 Uhr

Wöginger im Home-Office: "Lehrer und Eltern leisten Großartiges"
Wöginger: "Bevölkerung unterstützt die Maßnahmen der Regierung"

SIGHARTING. ÖVP-Klubchef weist Kritik der FPÖ an parlamentarischen Abläufen zurück: "Alle Parteien sind in allen Bereichen eingebunden".

Auch im Innviertel ist Home-Schooling angesagt. Das Schulhaus in Sigharting, dessen geschichtliche Wurzeln bis 1779 zurückreichen, steht seit zwei Wochen leer. Die drei Kinder von ÖVP-Klubchef August Wöginger – zwei Mädchen, ein Bub – erhalten für jeden Tag einen Plan von der Schule. "Mit viel Geschick leisten Lehrer und Eltern Großartiges", sagt Wöginger. In der 800-Einwohner-Gemeinde am Rand des Sauwalds ist das gesellschaftliche Leben eingefroren. Die Vereine im Ort – Union, Goldhaubengruppe, Katholische Frauenbewegung, Kirchenchor, Feuerwehr, Jugendchor – nutzen digitale Medien wie WhatsApp.

Wöginger zu den OÖN: "Die Bevölkerung unterstützt die Maßnahmen der Regierung. Alles ist reduziert, es wird auch nur wenig herumgefahren."

Der Klubobmann hält den Kontakt von Sigharting, wo er ein Haus mit Garten hat, zur Außenwelt per Videokonferenz. Mindestens zwei Tage pro Woche muss er in Wien sein – nächste Woche sind es vier.

96 Abgeordnete im Nationalrat

Der parlamentarische Betrieb wird unter allen Umständen aufrechterhalten, wenn auch derzeit nur mit 96 von 183 Abgeordneten.

Die ÖVP kann 37 Abgeordnete entsenden, die SPÖ 21, die FPÖ 16, von den Grünen sind 13, von den Neos acht Mandatare dabei. Dazu kommt Philippa Strache.

Ab Montag bekommen die Fraktionen schrittweise das dritte Corona-Gesetzespaket zugestellt; beschlossen wird es am Donnerstag und Freitag. Auch der Bundesrat fasst die notwendigen Beschlüsse. "Das hat es in der Zweiten Republik noch nie gegeben, dass so umfangreiche Gesetzespakete in so kurzer Zeit durch beide Kammern des Parlaments gehen", sagt Wöginger. "Wichtig ist die volle Handlungsfähigkeit des Parlaments, egal, wie lange diese Situation dauert."

Die Kritik von FPÖ-Obmann Norbert Hofer, die Opposition habe zu wenig mitzureden, weist Wöginger zurück. "Alle Parteien sind in allen Bereichen eingebunden. Wir bemühen uns sehr. Es gibt oft Präsidialkonferenzen, und Bundeskanzler sowie Vizekanzler halten telefonisch den Kontakt zu den Obleuten der Oppositionsparteien."

Corona-Fall im ÖVP-Klub

Wöginger hat in seinem Parlamentsklub einen Corona-Fall. Vergangene Woche wurde der Abgeordnete Johann Singer aus Schiedlberg (Bezirk Steyr-Land) positiv getestet.

Bei zehn ÖVP-Abgeordneten wurden daraufhin Schnelltests auf Covid-19 vorgenommen – alle verliefen negativ. Wöginger hat regelmäßig Kontakt zu Singer (dieser ist seit 2008 auch Bürgermeister von Schiedlberg) und berichtet erleichtert: "Es geht ihm gut."

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Redakteur Innenpolitik

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