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Innenpolitik

Wie geht es in der Corona-Krise weiter? Anschober skizziert nächste Schritte

Von nachrichten.at/apa   23. Mai 2020 12:49 Uhr

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne)

WIEN. Bis 10. Juni sollen umfassend wissenschaftlich evaluiert die langfristigen Weichenstellungen erfolgen. Kanzler Kurz kann sich angesichts der positiven Entwicklungen regionale Lockerungen vorstellen. In Oberösterreich ist bereits die Hälfte der Bezirke "coronafrei".

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Samstag das Prozedere rund um die nächsten geplanten Öffnungsschritte in der Coronakrise skizziert. Demnach werde am Montag die gesamte, den vierten Öffnungsschritt am 29. Mai betreffende Verordnung präsentiert (Zum Livestream – Start am Montag um 13:30 Uhr), anschließend kundgemacht. Danach sollen bis 10. Juni umfassend wissenschaftlich evaluiert die langfristigen Weichenstellungen erfolgen.

Perspektiven für Sommer und Herbst

Dabei werde es um den fünften Öffnungsschritt per 15. Juni und die Perspektiven für Sommer und Herbst gehen. Österreich würde damit laut Anschober in Europa am weitesten vorangeschritten sein mit einer kontrollierten, gesicherten, schrittweisen Öffnung. "Voraussetzung dafür ist, dass wir das Coronavirus genauso unter Kontrolle halten können wie derzeit." Das würden alle tagtäglich mit dem Verhalten sowie die Gesundheitsbehörden mit einer sehr offensiven Begrenzung von auftretenden Ausbreitungs-Cluster bestimmen.

Die Öffnungsschritte vom 14. April und 1. Mai hätten laut Anschober zu keinen Auswirkungen auf die Fallzahlen geführt. Noch zu früh sei eine Aussage über die allfälligen Auswirkungen der dritten, am 15. Mai vorgenommenen Öffnung mit der Gastronomie.

Mit Entwicklung zufrieden

Mir dem Ausmaß der Corona-Entwicklung im Land von Freitag auf Samstag zeigte sich Anschober zufrieden. 50 Neuerkrankungen innerhalb von 24 Stunden würden die seit vier Wochen konstant auf gleichbleibend niedrigem Niveau bestehende Ausbreitung bestätigen. Die Zahl der insgesamt an oder mit einer Covid-19-Erkrankungen Verstorbenen ist im Tagesvergleich um vier auf 639 gestiegen. Nur noch 28 von gesamt 144 Hospitalisierten befinden sich in intensiv-medizinischer Behandlung.

Neun Bezirke sind "coronafrei"

Die positive Entwicklung setzt sich auch in Oberösterreich fort. In neun von 18 Bezirken Oberösterreich war mit Stand Samstagvormittag kein einziger aktive Corona-Fall bekannt. Als "coronafrei" bezeichnen dürfen sich neben der Stadt Wels die Bezirke Braunau am Inn, Eferding, Gmunden, Grieskirchen, Kirchdorf an der Krems, Ried im Innkreis, Schärding und Vöcklabruck. Jeweils nur einen Erkrankten gab es in den Bezirk Perg, Rohrbach und Wels-Land.

Insgesamt noch 29 Fälle

Die meisten Fälle, nämlich acht, lagen im Bezirk Linz-Land vor. Sieben waren es in der Stadt Linz. In Summe waren dem Land Oberösterreich am Samstag 29 Covid-Fälle bekannt. Elf Patienten müssen noch in Krankenhäusern betreut werden, Intensivpatienten gibt es keine. 258 Personen befanden sich in coronabedingter Quarantäne. Die Zahl der Toten liegt bei 60. 

Regionale Lockerungen?

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kann sich aufgrund der unterschiedlichen Corona-Entwicklungen in einzelnen österreichischen Gebieten regionale Lockerungen von Corona-Maßnahmen vorstellen. Das sagte er am Freitagabend in einem Interview auf oe24.tv. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) hatte sich zuletzt wiederholt für differenzierte Maßnahmen ausgesprochen.

Am Samstag erneuerte er seine Forderung in einer Aussendung. "Ich habe bereits Anfang April vorgeschlagen, dass in Bundesländern wie z.B. Kärnten oder auch einzelnen Regionen, in denen es nur sehr wenige mit Corona infizierte Personen gibt, einige der sehr strengen Maßnahmen früher als in anderen Bundesländern gelockert werden sollten", erinnerte Kaiser. Dass Kanzler Kurz nun einlenke und sich ebenfalls für regionale Lockerungen ausspreche, sei für ihn "erfreulich".

"Entwicklungen sehr unterschiedlich"

Kurz sagte am Freitag in dem Interview, je unterschiedlicher die Entwicklung sei, desto mehr verlange sie danach, sich regional darauf einzustellen. "Wir haben das auch immer wieder mit den Landeshauptleuten besprochen. Es ist mittlerweile eine Realität, dass die Entwicklungen unterschiedlich sind", sagte Kurz und betonte: "Ich bin da in einem guten Gespräch mit Landeshauptmann Kaiser und wir werden das mit den anderen Landeshauptleuten besprechen."

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