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Innenpolitik

"Weltuntergangssekte": Hofer warnt Kurz vor Grün

16. Oktober 2019 00:04 Uhr

Norbert Hofer
Norbert Hofer, FP-Obmann, will nicht mehr über die Familie Strache reden.

WIEN. FP-Obmann hält seine Partei im Koalitionsspiel und erklärt die Causa Strache für erledigt.

Offiziell bleibt die FPÖ auf Oppositionskurs. Dennoch sei man bereit, die Situation neu zu bewerten, falls VP-Obmann Sebastian Kurz mit seinen Bemühungen scheitert, war FP-Chef Norbert Hofer am Dienstag einmal mehr bemüht, seine Partei im Spiel zu halten. Er könne sich nicht vorstellen, dass Kurz mit den Grünen, die Hofer als "Weltuntergangssekte" bezeichnete, bei den Sondierungsgesprächen "etwas G’scheites" zustande bringen werde.

Seine "persönliche Horrorvorstellung" sei es, wenn "eine Sigrid Maurer (Grün-Abgeordnete, Anm.) Innenministerin werden würde". Bei einer türkis-grünen Regierung rechnet Hofer mit Verschlechterungen für Autofahrer und Steuerzahler. Und im Bereich Zuwanderung werde es "offene Grenzen geben". Sollte es doch zu einer Neuauflage mit der FPÖ kommen, müsse das Innenressort "von einem Rechtspolitiker geführt" werden. "Einen Türkisen" könne er sich da nicht vorstellen.

Causa Philippa

Doch vorerst ist die FPÖ mit den eigenen Hausaufgaben eingedeckt, wie Hofer einräumte. Erst nächste Woche will Philippa Strache mitteilen, ob sie ihr Nationalratsmandat annehmen wird oder nicht. Zuletzt hat Generalsekretär Harald Vilimsky offenbart, wie es dazu gekommen ist, dass die Social-Media-Beauftragte monatlich stolze 9500 Euro aus der Parteikassa beziehen konnte: Parteichef Heinz-Christian Strache habe die Erhöhung für seine Gattin verfügt, so Vilimsky, der darin "nichts Verwerfliches" sah.

Hofer will von diesen "Details nichts gewusst" haben. Das Dienstverhältnis sei aber aufgelöst, "die Causa Philippa ist damit abgehakt". Dank bald strengerer Compliance-Regeln werde künftig "bei Spesenabrechnungen ganz genau hingeschaut".

In Sachen langfristiger Vergangenheitsbewältigung meldete Hofer die Fertigstellung des Historikerberichts zur FPÖ. Dieser werde "bald veröffentlicht". Der im August präsentierte erste Rohbericht wurde von Historikern als grob mangelhafter Versuch einer Reinwaschung kritisiert. (luc)

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