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Innenpolitik

Wallner: „Öffnungen haben kaum Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen“

Von nachrichten.at/apa   27. April 2021 13:20 Uhr

Markus Wallner
Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP)

BREGENZ. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat am Dienstag die Fortführung der "Modellregion Vorarlberg" verteidigt.

Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat am Dienstag im Pressefoyer nach der Regierungssitzung verteidigt, dass einerseits seit Mitternacht im Bregenzerwald und in Lustenau strengere Maßnahmen gelten, andererseits die Gastronomie weiter offen halten darf. Die AGES habe keinen Zusammenhang zwischen Gaststätten und Infektionszahlen erkannt, erklärte er. Für die Weiterführung der "Modellregion Vorarlberg" sei ein "starrer Blick auf die Inzidenzzahl" nicht ausschlaggebend.

Video: Vorarlberg – Modellregion für großflächige Öffnungen – kämpft mit stark steigenden Infektionszahlen. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) im ZiB2-Interview:.

Im Gasthaus sei durch die Sitzplätze das Einhalten des Mindestabstands gewährleistet, was etwa bei Gesprächen im Freien in den Ortszentren nicht der Fall sei, so der Landeshauptmann. Außerdem sei die Frage nach der Schließung der Gastronomie immer auch eine wirtschaftliche Entscheidung: Man wolle keinen Betrieb zum Zusperren zwingen, wenn es aus gesundheitlicher Sicht nicht unbedingt nötig sei.

Zur Aufrechterhaltung der "Modellregion Vorarlberg" sei es wichtig, auf entstehende Cluster schnell zu reagieren. Die Inzidenzzahl allein sei nicht ausschlaggebend, erklärte Wallner. In Vorarlberg werde viel mehr getestet als in anderen Regionen, was auch mehr Positive zutage bringe. Der "wirklich kritische Punkt" sei, ob eine Überlastung der Krankenhäuser drohe - was in Vorarlberg derzeit nicht der Fall sei. Ziel der Modellregion sei nie gewesen, die niedrigste Inzidenz Österreichs zu haben, so der Landeshauptmann. Als größten Risikobereich machte er private Treffen aus; er rief die Bevölkerung erneut auf, nicht zu denken, die Pandemie sei bereits vorbei.

Video: "Modellregion" Vorarlberg vor dem Scheitern?

Durch die Verpflichtung zum Mitführen eines negativen Testergebnisses, wie sie seit Mitternacht in Lustenau und dem Bregenzerwald neben einer Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen gilt, wolle man mehr Menschen zum Testen bringen, erklärte Wallner - die Ausreisetestpflicht aus dem Bregenzerwald erfasse ja nur diejenigen, die die Region verlassen. Bei der Frage nach den Zonen für die Masken- und Testpflicht sei man den Vorschlägen der Gemeinden gefolgt. Insgesamt werde man die Kontrollen, auch zur Einhaltung der Quarantäne, im ganzen Land verstärken, kündigte der Landeshauptmann an.

Die Zahl der Corona-Erkrankten auf den Vorarlberger Intensivstationen ist am Dienstag unverändert bei acht Patienten stabil geblieben, 27 Intensivbetten waren noch frei. Das Infektionsgeschehen zeigte sich unterdessen unvermindert hoch, auch und gerade im Bregenzerwald und Lustenau. Im Bregenzerwald waren bis Montagnachmittag 334 Corona-Infektionen bekannt, in Lustenau 147. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 239 (Österreich-Durchschnitt: 175), damit wies Vorarlberg in dieser Statistik den mit Abstand schlechtesten Wert im Bundesgebiet auf.

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