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Innenpolitik

Vorbereitung auf Wahlkampf: Kurz-Plakate, Kickl in Grün

Von nachrichten.at/apa   10. Juni 2019 12:33 Uhr

Sebastian Kurz
Sebastian Kurz bereitet sich auf den kommenden Wahlkampf vor.

WIEN. Noch steht der Termin der Wahl nicht fest, aber der Vorwahlkampf lässt sich 111 Tage vor dem voraussichtlichen Urnengang am 29. September nicht übersehen.

Die ÖVP hat zwar den Beginn des Intensivwahlkampfes mit 2. September festgelegt, aber am Montag wurden die ersten Plakate mit Spitzenkandidat Sebastian Kurz bereits in sozialen Medien veröffentlicht. Ab Dienstag werden österreichweit Plakate mit einem großen Porträt des abgesetzten Kanzlers vor einer Österreich-Fahne in den Schaukästen prangen. In dem Sujet erklärt der abgesetzte Kanzler vor rot-weiß-roter Fahne: "Rot-Blau hat bestimmt. Das Volk wird entscheiden. Unser Weg hat erst begonnen."

Mit diesem Plakat wirbt Sebastian Kurz für die ÖVP.

Auch Kurz persönlich bemüht sich bereits um den Kontakt zu den präsumtiven Wählern: Der VP-Obmann selbst startet am Dienstag in Salzburg seine erste Bundesländer-Rundreise unter dem Titel "Kurz im Gespräch". Die Mitbewerber der beiden anderen großen Parteien, Pamela Rendi-Wagner (SP) und Norbert Hofer (FP) sind als Abgeordnete bis Juli noch im Parlament eingespannt. Sie wollen im Sommer auf Tour gehen. Wobei sich freilich auch die Nationalratssitzungen Mittwoch und Donnerstag als Bühne für den Vorwahlkampf eignen.

Kickls Cousine für die Grünen?

Nur Grünen-Chef Werner Kogler hat wie Kurz mangels Mandat schon jetzt Zeit für intensivere Bürgerkontakte. Apropos Grüne: In der Ökopartei, in der seit der EU-Wahl Aufbruchstimmung herrscht, häufen sich auch die Bewerbungen für einen Listenplatz. Was dazu führen könnte, dass neben Ex-Innenminister Herbert Kickl (fix bei der FPÖ) auch dessen Cousine Daniela Kickl zur Wahl stehen wird. Die scharfe Kritikerin ihres Verwandten hat sich bei den Wiener Grünen um einen Listenplatz beworben.

Sie hat jahrelang grün gewählt und ist "sicher, die Welt zum Positiven verändern zu können", erklärt sie ihre Motivation auf Twitter - wo sie beständig mit Kritik am Ex-Innenminister und der gesamten türkis-blauen Regierung aufgefallen war.

Bei den Hauptstadt-Ökos, die sich am 22. Juni festlegen werden, haben sich mit Eva Blimlinger (Rektorin der Akademie der Bildenden Künste) und den Ex-Abgeordneten Sigrid Maurer und Alev Korun mehrere Prominente beworben.

Am Freitag war Anmeldeschluss, am 22. Juni entscheidet die Landesversammlung, wer tatsächlich auf welchem Platz auf der Liste steht.

Auch bei den Neos war bereits - bundesweit - Anmeldeschluss. Bis Pfingstsonntag um Mitternacht konnten sich alle Interessierten anmelden - und das Interesse war "sehr groß", teilte eine Neos-Sprecherin mit. Jetzt werden die Bewerbungen überprüft, am Samstag beschließt der Erweiterte Parteivorstand, welche Kandidaten für das Wahlverfahren zugelassen sind. Die tatsächlichen Bewerber werden dann in drei Stufen - öffentlich, Vorstand, Parteimitglieder - bis 7. Juli gewählt.

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