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Innenpolitik

U-Ausschuss: Vize-Kanzler Kogler hat auch keinen Laptop

Von nachrichten.at/apa   13. Juli 2020 07:18 Uhr

Vize-Kanzler Werner Kogler in der ZiB2
Vize-Kanzler Werner Kogler in der ZiB2

WIEN. Vize-Kanzler Werner Kogler sprach im ZiB2-Interview über das Laptop-Thema, Maßnahmen gegen die Corona-Häufungen und die Kurzarbeit. 

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hat ebenfalls keinen Laptop. Das hat Kogler am Sonntagabend in der "ZiB2" des ORF gesagt, nachdem Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) und FPÖ-Chef Norbert Hofer die Abgeordneten im Untersuchungsausschuss mit entsprechenden Aussagen verblüfft und verärgert hatten. Kogler hat nach eigenem Bekunden allerdings ein Tablet und einen Computer, den er aber nur selten nutze. 

Video: Vizekanzler Werner Kogler sprach in der ZiB2 auch über Maßnahmen gegen regionale Corona-Häufungen und die Diskussion über die Arbeitszeitverkürzung. (zur Laptop-Frage ab Minute 10):

 Aufgekommen war das Laptop-Thema, weil Blümel vorige Woche im Ibiza-Untersuchungsausschuss zu den vor der Wahl geschredderten Festplatten des Bundeskanzleramts befragt wurde. Der frühere ÖVP-Kanzleramtsminister gab dabei an, bei der Amtsübergabe an die Übergangsregierung 2019 nur sein Handy abgeliefert zu haben, weil er über keinen Laptop verfügt habe. Auch Hofer gab an, als Minister der türkis-blauen Regierung keinen Laptop genutzt zu haben.

Die Aussagen sorgten für Erstaunen und Empörung, weil beide Politiker auf älteren Fotos sehr wohl bei der Arbeit mit Notebooks zu sehen sind. Kogler meinte dazu am Sonntag, er könnte eine entsprechende Frage "mit einem aufrichtigen Nein" beantworten: "Ich hab' ein Tablet, ich hab' ein Handy und viele Computer bei uns im Ministerium. Ich benutze meinen nur selten."

Inhaltlich bekräftigte Kogler, die Kurzarbeit im Herbst verlängern zu wollen. Die von der SPÖ geforderte generelle Arbeitszeitverkürzung würde der Grünen-Chef lieber auf Branchen- oder Betriebsebene "andenken", wie das zuvor auch Wifo-Chef Christoph Badelt gesagt hatte. Längerfristig müsse man nämlich zwar sowohl die Kosten der Arbeit als auch die Arbeitszeit in Einklang bringen: "Aber das muss schon so passieren, dass man der österreichischen Volkswirtschaft nicht schadet. Denn man muss wettbewerbsfähig bleiben."

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