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Innenpolitik

"Stay or Go": Tiktok-Rätsel um Van der Bellen

20. Mai 2022 10:27 Uhr

Rätsel um Wiederkandidatur

WIEN. Wiederkandidatur als Bundespräsident? Ein Tiktok-Video mit Alexander Van der Bellen gibt Rätsel auf.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich noch nicht öffentlich deklariert, ob er wieder für die Hofburg kandidiert - es wird damit gerechnet, dass er seine Entscheidung bald bekannt gibt. Ein professionell gestaltetes Video auf der Plattform TikTok nährt nun Gerüchte für einen Wiederantritt. Aus der Präsidentschaftskanzlei wurde das aber  weder bestätigt noch dementiert: "Die Hofburg kommentiert keine Videos, die auf fremden Kanälen veröffentlicht wurden."

@der_kandidat Should I stay or should I go ??? #vanderbellen #vdb #austria ? Should I Stay or Should I Go (Remastered) - The Clash

Kandidatur offen

Der 78-jährige Van der Bellen zeigt keinerlei Anzeichen von Amtsmüdigkeit, weshalb davon ausgegangen wird, dass er sich heuer im Herbst um eine weitere Periode in der Hofburg bewerben wird. Auch die Frage, ob schon eine Entscheidung über eine Wiederkandidatur gefallen ist, wollte man Donnerstag nicht kommentieren.

In dem Video, das Donnerstagnachmittag unter dem Account "Der Kandidat" online gestellt worden ist, sieht man professionelle Aufnahmen von Van der Bellen, unterlegt mit dem Klassiker "Should I stay or should I go" ("Soll ich bleiben oder gehen") der englischen Punkrockband "The Clash". "You got to let me know, should I STAY or should I go" - "lasst mich wissen, ob ich bleiben oder gehen soll", heißt es in dem Video.

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Hofer versucht es erst 2028

Der dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer (FPÖ) will erst 2028 wieder bei der Wahl zum Bundespräsidenten antreten. "Ich bin der Meinung, es wäre für mich klug und für die FPÖ klug und fürs Land klug, wenn ich diese Runde auslasse und die nächste gewinne", sagte er in der Vorwoche. Seine Partei wird laut Hofer auf jeden Fall einen Kandidaten für die Hofburg-Wahl in diesem Herbst stellen. Wer das sein wird, hätten die Gremien zu entscheiden.

Schon bisher hatte Hofer betont, dass für ihn ein Antreten 2022 - Zustimmung der Gremien vorausgesetzt - nur vorstellbar sei, wenn der amtierende Bundespräsident Alexander Van der Bellen nicht erneut antritt. 

Ob die FPÖ Parteichef Herbert Kickl ins Rennen schicken könnte, ließ Hofer offen. Die Gremien würden auf Vorschlag des Parteiobmannes entscheiden. "Er wird sich sicherlich viele Gedanken darüber machen." Kickl hat Anfang Mai betont, die Freiheitlichen hätten gleich mehrere geeignete Personen - und zwar Männer wie Frauen. Die FPÖ wolle sich aber "nicht zu früh in die Karten schauen lassen". Hofer will sich der Vorabmeldung zufolge nun jedenfalls vorerst auf seine Beratungsfirma im Bereich Pflege konzentrieren.

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