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Reparaturbonus: Pensionistenvertreter sehen Altersdiskriminierung

Von nachrichten.at/apa, 25. September 2023, 14:58 Uhr
Reparaturbonus: Bis zu 200 Euro pro Gerät zurück
Bis zu 200 Euro werden pro Reparatur erstattet. Bild: Phovoir

WIEN. Seit heute, Montag, ist der Reparaturbonus wieder verfügbar. Mit diesem können 50 Prozent der Kosten, maximal aber 200 Euro, einer Reparatur von Haushaltselektrogeräten wie Smartphones, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kaffeemaschinen rückerstattet werden.

Pensionistenvertreter sehen jedoch einen Fall von Altersdiskriminierung, da es für Kunden keine Möglichkeit gebe, den Antrag auf den Bonus analog zu stellen. Die Wirtschaftskammer (WKÖ) verweist auf die Partnerbetriebe.

Sowohl der Pensionistenverband als auch der Seniorenbund sprachen sich am Montag in Aussendungen prinzipiell für die Wiedereinführung des Reparaturbonus aus. Dieser war im Juni in eine Sommerpause gegangen, nachdem mehrere Betrugsfälle aufgedeckt worden waren. Im Zuge des Neustarts wurden einige Regeln geändert, um die Sicherheit zu erhöhen. So wird der Bonus nun direkt an Kundinnen und Kunden ausbezahlt und nicht mehr über die Reparaturbetriebe abgerechnet. Kunden müssen die Reparatur allerdings vorfinanzieren und einen Antrag auf die Förderung stellen.

Dass der Bonus nur online beantragt werden könne, ist beiden Verbänden ein Dorn im Auge. "Der Reparaturbonus ist eine wichtige und begrüßenswerte Initiative, aber er muss für alle zugänglich sein. Die rein digitale Antragsstellung ist eine klare Form der Altersdiskriminierung" sagte Ingrid Korosec, Präsidentin des Seniorenbundes. Korosec sowie der Präsident des Pensionistenverbandes, Peter Kostelka, fordern daher auch eine analoge Option für Menschen ohne Internetzugang. Bereits bei der Erstauflage des Reparaturbonus sei dieser Missstand kritisiert worden, so Kostelka, "aber bisher ist nichts geschehen". Möglich wäre beispielsweise die Auflage von Papier-Formularen bei den Partnerbetrieben oder bei den Bürgerservice-Stellen der Gemeinden.

In der Wirtschaftskammer verweist man indessen auf die Partnerbetriebe, die an der Förderung teilnehmen. Diese seien von der WKÖ bereits zum Start der Neuauflage gebeten worden, "ihren Kundinnen und Kunden beim Herunterladen und Ausdrucken des Formulars nach Kräften behilflich zu sein", sagte Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der WKÖ. Wer den Bonus also in Anspruch nehmen möchte, aber keinen Internetzugang oder keinen Computer besitzt, möge sich an seinen Reparaturbetrieb wenden, so die Kammer.

Am Reparaturbonus nehmen rund 2.000 Unternehmen teil. Insgesamt stehen für die Aktion bis 2026 rund 130 Mio. Euro zur Verfügung, die aus dem EU-Aufbau- und Resilienzfonds stammen. Mit dem Reparaturbonus soll die Lebensdauer von Haushaltsgeräten verlängert werden, dadurch werden Ressourcen gespart und Elektroschrott vermieden.

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27  Kommentare
27  Kommentare
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2good4U (18.370 Kommentare)
am 26.09.2023 11:50

Der größte Fehler ist, dass die Reparaturwerkstätten wissen dass ein Reparaturbonus beantragt ist.

Man darf annehmen dass das eine oder andere Angebot bzw. Rechnung daher etwas höher ausfällt.

Den Kunden interessiert ja nur der Endpreis.

Das ist wie bei der Verschrottungsprämie wo es dann plötzlich weniger Rabatt auf den Neuwagen gab.

Ein Teil der Förderung bleibt immer wo hängen.

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RobertE. (385 Kommentare)
am 26.09.2023 15:02

Ja, aber wenn der Endpreis höher ist, ist auch mein Selbstbehalt höher!

Also ist es auch in meinem Interesse, das der Reparateur keine Fantasiepreise aufruft!

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amha (11.741 Kommentare)
am 26.09.2023 11:49

Die beiden Muppets langweilen.

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Gugelbua (32.280 Kommentare)
am 26.09.2023 11:33

mein Kühlschrank ist nun 18 Jahre alt bekomm ich noch den Bonus,
die Abtau Automatik funktioniert nicht mehr😖
und kommt so ein Techniker überhaupt ins Haus❓

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t.a.edison (2.562 Kommentare)
am 26.09.2023 12:43

Nehmens ein Stück 6mm² Draht, wo die Isolierung noch drauf ist, und durchstoßen vorsichtig das Loch oberhalb der Sammelrinne, und die Abtauautomatik wird wieder funktionieren 😉

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Alfred_E_Neumann (7.341 Kommentare)
am 26.09.2023 10:50

Wenn sich gar niemand findet, um beim Antrag zu helfen, und auch nicht der ausführende Betrieb, dann gibt es eben keinen Bonus. Den muss man sich "verdienen".

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santabag (6.470 Kommentare)
am 26.09.2023 10:56

Meingott! Was sind Sie bloß für ein abgehobener türkiser Parteibonze? Hauptsache Sie tragen Ihren Parteisold in vollen Säcken nachhause ...

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Alfred_E_Neumann (7.341 Kommentare)
am 26.09.2023 13:48

SANTABAG macht daraus wieder eine untergriffige parteipolitische SPÖ-Aktion.

Der Staat kann nicht alle Unfähigkeiten der Bürger ausgleichen. Das müssen auch Sie verstehen, auch wenn es vorwiegend das SPÖ-Klientel betreffen mag.

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2good4U (18.370 Kommentare)
am 26.09.2023 10:13

Tja, irgendwann wird auch das letzte Faxgeräte vom Netz genommen.
Zudem gibt es mittlerweile auch zahlreiche Angebote bei denen sich Pensionisten bzgl. PC und Internet fortbilden können.
Sonst ggf. die potentiellen Erben um Hilfe bitten.

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t.a.edison (2.562 Kommentare)
am 26.09.2023 12:44

Sonst ggf. die potentiellen Erben um Hilfe bitten.

D.h. sie sollen den Pfarrer fragen....

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kpader (11.506 Kommentare)
am 26.09.2023 07:56

Hallo! Wir sind im 21‘ten Jahrhundert. Also bitte online anfordern!

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elhell (2.237 Kommentare)
am 26.09.2023 13:02

Wenn ich mir die oft sehr mangelhaft funktionierende Rechtschreibprüfung in den OÖN ansehen und darüber ärgern muss, dürften Sie recht haben.

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detti (1.894 Kommentare)
am 25.09.2023 20:16

Ich bin wahrlich kein EDV affiner Mensch, aber bei komplexen Dingen kann man ja jemanden im Hilfe bitten und vielleicht a bissi was abgeben vom Staatsgeschenk. Wo sollen sich die Jungen beschweren, die kriegen Dank der Gier vieler älterer Pensionisten zukünftig wohl keinen Bonus , Förderung, Luxuspension, Heimplatz , medizinische Spitzenversorgung, intakte Umwelt, chillige Arbeit,......mehr.

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vinzenz2015 (47.533 Kommentare)
am 25.09.2023 19:36

Das Problem sind Kenntnisse für den Internetzugang.

Was hier alles gebastelt wird?!

Na gut,
dann werden halt einige kluge Köpfe eine praktikable Lösung für Senioren ohne Internet aushecken!
Ist sicher möglich!!

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DonMartin (7.510 Kommentare)
am 25.09.2023 19:59

Wozu?

Wer es nicht selbst kann oder will, muss eben jemand anderes um Hilfe fragen.
Das gilt doch in allen anderen Bereichen: entweder DIY, Familie oder Nachbarschaftshilfe. Der Staat muss und darf nicht auf alle Verweigerer und Bremser Rücksicht nehmen.

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kpader (11.506 Kommentare)
am 26.09.2023 07:57

Richtig!

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Fa_wimmer (649 Kommentare)
am 25.09.2023 17:12

dafür haben Pensionisten mehr zeit überhaut den Antrag zu stellen!

und das werden sie ja noch können, das sie sich ausmachen können sie dürfen mein Gerät solange reparieren bis ich vom Reparaturbonus die hälfte vom Neupreis bekommen habe. (ich brauch nur die Rechnungen!!)

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Fuchsfreund (475 Kommentare)
am 25.09.2023 17:27

FA_WIMMER

können Sie Ihren Kommentar bitte in verständliche Worte fassen?

und: auch wenn ein Pensionist alle Zeit der Welt haben mag: ohne Smartphone/Handy/ Tablet kann der Antrag nicht gestellt werden...

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Fa_wimmer (649 Kommentare)
am 25.09.2023 17:48

sie meinen dann jene Pflegegeldbekommen oder

(kein Handy)

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Fuchsfreund (475 Kommentare)
am 25.09.2023 15:56

Donmartin & Glücksschweinderl

also, in unserem familiären Umfeld gibt es z.B. einen mittlerweile 84-jährigen Herren, der vor ca. 2 Jahren den Reparaturbonus zur Reparatur seiner Waschmaschine in Anspruch nehmen wollte und - da er nur über Festnetz und Seniorenhandy verfügt - dazu meine Hilfe gebraucht hat. Freilich werden die ausschließlich "analog" lebenden Oldies immer weniger und es gibt immer mehr, die fit sind an Smartphone, Tablet, Laptop...aber dennoch vermute ich, dass gerade die, die finanziell bescheiden leben und den Reparaturbonus brauchen würden, sich möglicherweise schwer tun ihn zu bekommen....

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (27.552 Kommentare)
am 25.09.2023 19:30

Da können Sie sicher helfend unterstützen?

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Fuchsfreund (475 Kommentare)
am 25.09.2023 21:08

Neujahrs….

was bedeutet wohl der Satzteil „dazu meine Hilfe gebraucht hat“ ????

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DonMartin (7.510 Kommentare)
am 25.09.2023 21:58

Gebraucht bedeutet nicht, dass er diese auch tatsächlich bekommen hat. 😉

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DonMartin (7.510 Kommentare)
am 25.09.2023 15:34

Pensionistenvertreter sind die größten Diskrimierer, wenn sie Pensionisten per se als zu blöd für einen Online-Antrag hinstellen.

Es mag vielleicht für die Vertreter selbst zutreffen, weil diese privilegierten Politikerpensionisten ein Leben lang auf Staatskosten ihre Assistenten und Sekretäre für diese Aufgaben hatten.

Meine Ü80 Mutter arbeitet mit iPhone und iPad und kann das meiste selbst organisieren. Und wenn sie Hilfe braucht, ist die Familie zu Stelle.

Eventuell könnten die Pensionistenvertreter auch eine solidarische Hilfe organisieren, anstatt den Steuerzahler ständig zu weiteren Ausgaben zu drängen.

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HJO (1.218 Kommentare)
am 25.09.2023 15:51

Gratulation zu ihrer sehr fitten Mutter. Ich kenne aber viele Senioren, die noch kein Smartphone, geschweige einen PC haben. Sie sind auf Hilfe von Verwandten und Freunde angewiesen. Oder sie lassen es einfach. Dasselbe "passiert" bei der Arbeitnehmerveranlagung.

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DonMartin (7.510 Kommentare)
am 25.09.2023 19:57

Dann muss man eben um Hilfe fragen.

Es ist typisch österreichisch, vom Staat ständig eine Extrawurst zu verlangen und auf arm oder hilflos zu spielen.

Der Antrag über manuelle Formulare ist eben sehr teuer und es hat doch jeder irgend jemanden, den man notfalls um Hilfe fragen kann. Wenn nicht, ist es das eigene Problem. Im privatwirtschaftlichen Bereich läuft es doch auch so, dass vieles digitalisiert wird und man mit Internet und App große Vorteile genießt.

Man sollte in Österreich mehr vorwärts schauen und nicht immer nach hinten. Das gilt vor allem für einen Teil der älteren Generation, aber die Mehrheit macht es ohnehin, weil zum eigenen Nutzen. Man darf sich nicht ständig an den Bremsern und Verweigerern orientieren, sonst fällt Österreich noch weiter zurück.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (27.552 Kommentare)
am 25.09.2023 15:30

Diese überbezahlten Pensionist:innen-Ver(t)re/äter:innen können gerne eine Hotline machen, die dann den Antrag stellt.

Vielleicht kann der Antrag ja auch auf alttestamentarlichen Steintafeln gemeißelt oder in Kurrentschrift gestellt werden?

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