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Innenpolitik

Pflege: Burgenländische Schützenhilfe für rotes Angestellten-Modell

04. August 2021 00:04 Uhr

Pflege: Burgenländische Schützenhilfe für rotes Angestellten-Modell
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und SP-Landeschefin Birgit Gerstorfer stellten Pflegemodelle vor.

LINZ. Wahlkampfhilfe sei der Besuch von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SP) in Oberösterreich nicht, betonte SP-Landeschefin und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SP). Aber Unterstützung für das Modell der Anstellung von pflegenden Angehörigen erhofft man sich doch.

In Oberösterreich beginnt mit September ein Pilotprojekt für Eltern von beeinträchtigten Kindern, im Burgenland sind 200 Angehörige von Senioren und beeinträchtigten Kindern bereits angestellt. Für maximal 300 habe man aktuell budgetiert, zeigte sich Doskozil mit der Inanspruchnahme zufrieden.

Die pflegenden Angestellten sind über eine Tochtergesellschaft der Landesholding angestellt und erhalten nach einer 100-stündigen Grundausbildung den Mindestlohn von maximal 1700 Euro. Die Höhe hänge von der Pflegestufe ab. Bei Pflegestufe fünf sei die Ausgangsbasis eine 40-Stunden-Woche, bei Stufe vier 30 Stunden und bei Stufe drei 20 Wochenstunden.

Das schwebt auch Gerstorfer vor. Noch gelte es "Überzeugungsarbeit bei der Landes-ÖVP" zu leisten. Schon jetzt zeige sich aber, dass Interesse bei den Betroffenen besteht. Die Betreuung daheim sei ein "Kernpunkt" beim Thema Pflege, waren sich Doskozil und Gerstorfer einig. Anstellungsmodelle für betreuende Angehörige seien als "wichtige zusätzliche Säule" zu sehen.

Viele offene Fragen sieht hingegen VP-Sozialsprecher Wolfgang Hattmannsdorfer beim burgenländischen Modell, sei es bei der Finanzierung oder der Altersstruktur jener, die eine Anstellung in Anspruch nehmen können. Notwendig sei mehr Unterstützung für pflegende Angehörige und der Bonus, der 1500 Euro pro Jahr ausmacht. Doskozil und Gerstorfer kritisierten dies wiederum als "Almosenpolitik".

Wenig Freude mit Impfpflicht

Zur aktuellen Diskussion um eine Impfpflicht gaben sich Doskozil und Gerstorfer zurückhaltend. Man wolle keinen "Impf-Fleckerlteppich", das Gesundheitsministerium sei gefordert, so die SP-Landeschefin. In Spitälern sei eine Verpflichtung nachvollziehbar, darüber hinaus nicht, betonte Doskozil. Er verwies auf den guten Impffortschritt in seinem Bundesland: "Bis Ende August werden wir eine Impfrate von 75 Prozent schaffen." (eiba)

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