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Innenpolitik

Impfungen: Lehrer und Senioren über 76,5 Jahre kommen vor Ostern dran

Von Alexander Zens und Jasmin Bürger  11. März 2021 18:05 Uhr

Oberösterreich: Zahl der Impfungen verdoppeln
Impfung mit AstraZeneca-Vakzin

LINZ. Oberösterreich hält so wie der Bund auch am Impfstoff von AstraZeneca fest.

„Die Impfung ist der einzige Weg aus der Krise“, wiederholte Tilman Königswieser, Spitalsvertreter im Krisenstab des Landes, mehrmals bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Landeshauptmann-Stv. Christine Haberlander (VP) und Impfkoordinator Franz Schützeneder verkündeten die nächsten Schritte beim Corona-Impfen in Oberösterreich.

Nächste Woche bekommen die Pädagogen – vom Kindergarten über die Oberstufe bis zur Musikschule – und Personen, die über 76,5 Jahre alt sind, Angebote für einen Impftermin. Für die Pädagogen stehen vorerst 20.000 Impfdosen bereit, die Impfungen finden von 26. bis 31. März statt (also vor allem in den Osterferien). Für die Senioren sind es 3600 Impfdosen, die von 22. bis 28. März verabreicht werden. Angesprochen werden jene, die sich registriert haben. Bei den Lehrern kommt der AstraZeneca-Impfstoff zum Einsatz.

Über AstraZeneca wird debattiert, nachdem es in Österreich einen Todesfall und zwei Krankheitsfälle wegen Gerinnungsstörungen bzw. Embolien einige Tage nach einer Impfung gab. Dänemark, Norwegen und Island haben die Impfungen damit ausgesetzt.

Haberlander sagte, man halte an AstraZeneca fest, außer es gebe eine andere Entscheidung des Bundes. Das Nationale Impfgremium, das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen und das Gesundheitsministerium sprachen sich für den Einsatz von AstraZeneca aus. Laut der EU-Arzneimittelbehörde in Amsterdam gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass besagte Fälle auf Impfungen zurückzuführen seien. Die Zahl der thrombotischen Erkrankungen sei nicht höher als in der Bevölkerung allgemein. Bis 10. März seien 30 solcher Fälle unter fast fünf Millionen mit AstraZeneca geimpften Menschen berichtet worden. Ähnlich argumentierte Königswieser in Linz. Die Entscheidung in Dänemark sei eine politische, keine medizinische. Natürlich müsse weiter alles genau untersucht werden.

OÖN-TV: Der weitere Impf-Fahrplan in Oberösterreich

Auf die Frage, wie stark AstraZeneca von Impfberechtigten abgelehnt werde, sagte Schützeneder nur, dass es „viele Rückfragen“ gebe. Senioren bekommen bei den Impfungen durch Land bzw. Rotes Kreuz den Impfstoff von Biontech/Pfizer. Bei Hausärzten, die Hochrisikogruppen impfen, kommen beide Präparate zum Einsatz.

Ende dieser Woche wird die Impfung der über 80-Jährigen abgeschlossen. Geimpft werden derzeit auch 79-Jährige, Personen in Behinderteneinrichtungen und Rettungsdiensten, außerdem gibt es Zweitimpfungen. Am 29. März startet, wie berichtet, die breite Impfung der Feuerwehrleute.

Impfstraßen: Private Betreiber

Insgesamt wurden bisher rund 107.000 Personen in Oberösterreich geimpft, davon 47.000 zwei Mal. Impfstoffe seien weiter ein knappes Gut, sagte Haberlander. Zuletzt wurde in Oberösterreich rund 20.000 Mal pro Woche geimpft. Diese Woche werden 40.000 Dosen geliefert. Im zweiten Quartal soll es deutlich mehr werden. Falls es die Lieferungen tatsächlich zulassen, sei eine Durchimpfung bis Ende Juni möglich.

Laut Chef-Logistiker Gerhard Durstberger wird es letztlich ein bis zwei öffentliche Impfstandorte pro Bezirk geben. Um für Spitzenzeiten gerüstet zu sein, habe man aber auch den Betrieb von Impfstationen durch private Betriebe ausgeschrieben. Die Ausschreibungsfrist endet am 16. März.

Wann für den Arztbesuch ein Test notwendig ist

Wer selbst einen Arzttermin wahrnimmt, braucht dafür vorab keinen Corona-Test. Anders sieht es aus, wenn man als Begleitperson zum Arzt kommt: Nach OÖN-Informationen wurden diese Woche in mehreren Zahnarztpraxen Eltern mit ihren Kindern mangels aktueller Corona-Tests abgewiesen.

Zu Unrecht, wie im Gesundheitsministerium klargestellt wird. Zwar heißt es in der seit Mittwoch geltenden Novelle der Corona-Verordnung, dass „Besucher und Begleitpersonen“ nicht nur in Krankenhäusern und Kuranstalten, sondern an „allen Orten, an denen Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden“, ein negatives Testergebnis vorweisen müssen. Und dazu zählen auch alle Arztpraxen. Eltern und Aufsichtspersonen, die ein Kind beim Arztbesuch begleiten, sind aber „von der Testpflicht ausgenommen“, heißt es im Ministerbüro. Allerdings sei bei geplanten Terminen „nach Möglichkeit dringend geraten“, ein aktuelles Testergebnis mitzubringen.

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