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Innenpolitik

Nationalratsabgeordnete Barbara Krenn im Alter von 49 Jahren gestorben

Von nachrichten.at/apa   03. April 2019 11:47 Uhr

Abgeordnetenportrait der XXVI. Gesetzgebungsperiode
Barbara Krenn

GRAZ. Die steirische Nationalratsabgeordnete Barbara Krenn (ÖVP) ist nach schwerem Leiden im Alter von nur 49 Jahren gestorben.

Dies teilten die steirische ÖVP und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer am Mittwoch mit. Schützenhöfer sprach von einer "unglaublich traurigen Nachricht". Krenn war seit November 2017 im Nationalrat und ÖVP-Frauensprecherin. Sie war verheiratet und hinterlässt eine Tochter.

Krenn war eine bekannte Gastronomin im obersteirischen Pürgg gewesen, nach einer missglückten Operation 2014 war sie querschnittsgelähmt. Sie war einige Jahre Bürgermeisterin der Gemeinde Pürgg-Trautenfels und eine engagierte Touristikerin und Wirtschaftskämmererin.

"Barbara wurde viel zu früh aus unserer Mitte gerissen. Sie wurde nur 49 Jahre alt, sie war stets ein Vorbild in der Lebenshaltung. Sie hat viele Schicksalsschläge in ihrem Leben unnachahmlich gemeistert. Ihre Lebensenergie war schier unerschöpflich - damit hat sie uns alle inspiriert", sagte Schützenhöfer. Sein Mitgefühl gelte Krenns "tapferer Tochter Paulina, ihren Geschwistern und allen Anverwandten", Krennwerde sehr fehlen.

"Fassungslos" über Krenns Ableben zeigte sich auch ÖVP-Klubchef August Wöginger. Wie auch Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) sprach er den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Sobotka würdigte insbesondere Krenns Einsatz für die Schwächsten in der Gesellschaft: "Selten durfte ich einen Menschen kennenlernen, der trotz Schicksalsschlägen niemals Lebensfreude und Tatendrang vermissen hat lassen", sagte er in einer Aussendung.

Politiker aus allen Lagern trauern 

Die Nachricht vom Ableben der ÖVP-Abgeordneten Barbara Krenn im Alter von nur 49 Jahren wurde in der österreichischen Innepolitik am Mittwoch mit Bestürzung aufgenommen. "Mit Barbara Krenn verlieren wir eine außerordentliche Persönlichkeit, die mit ihrem Engagement, Tatendrang und ihrer herzlichen Art die Politik geprägt hat", sagte Kanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz.

"Ich bin tief traurig und bestürzt über den plötzlichen Tod von Barbara Krenn. Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei ihrer Familie", so Bundesministerin und ÖVP-Frauen-Chefin Juliane Bogner-Strauß. "Barbara Krenn war eine gute Freundin, ein wunderbarer Mensch, eine großartige Frau, eine erfolgreiche Politikerin und engagierte Kämpferin für Frauenrechte. Sie wird fehlen."

Tief betroffen zeigten sich auch die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) und SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek. Sie wünschten den Angehörigen Krenns, die sich als Frauensprecherin des ÖVP-Klubs insbesondere für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen stark gemacht habe, "viel Kraft in diesen schweren Stunden".

Für die FPÖ kondolierten Klubobmann Walter Rosenkranz und Frauensprecherin Carmen Schimanek. "Barbara Krenn hinterlässt im Parlament und große Lücke. Sie hat trotz eines schweren Schicksalsschlages immer großen Humor bewiesen und auf diese Weise die Herzen der Abgeordneten erobert", sagte Rosenkranz. "Sie war ein unglaublich liebenswürdiger Mensch und eine äußerst kompetente Politikerin", so Schimanek.

"Barbara Krenn wurde viel zu früh aus unserer Mitte gerissen. Ihr Ableben hat ein tiefes Loch in der Familie des Wirtschaftsbundes hinterlassen. Trotz ihres Schicksalsschlages hat sie nie ihr Engagement und lebensfrohe Art verloren. Das hat mich tief beeindruckt", sagte Wirtschaftsbund-Präsident Harald Mahrer in einer Aussendung.

Tief betroffen reagieren auch der stellvertretende NEOS-Klubobmann Niki Scherak sowie NEOS-Frauensprecherin Claudia Gamon auf die Nachricht von Krenns Ableben. "Ich habe Barbara Krenn als offene und engagierte Kollegin, die sich stets für andere eingesetzt hat, immer geschätzt. Umso trauriger ist es, dass sie trotz ihres Kampfgeistes viel zu früh von uns gehen musste", so Scherak.

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