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Innenpolitik

Nächste Lockerungen: "Es geht schneller, als wir gedacht haben"

30. Mai 2020 08:07 Uhr

Nächste Lockerungen: "Es geht schneller, als wir gedacht haben"
Das Corona-Quartett um Kanzler Kurz und Vizekanzler Kogler weiter unterwegs Richtung Normalität

WIEN. Ab 15. Juni wird die Maskenpflicht in den meisten Bereichen aufgehoben. Weitere Lockerungen gibt es auch im Bereich Gastronomie.

Die nächsten beiden Lockerungen der Corona-Maßnahmen werden am 15. Juni in Kraft treten. Ab dann wird in vielen Bereichen die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, aufgehoben. Und die Sperrstunde in der Gastronomie wird von 23 Uhr auf 1 Uhr nach hinten verlegt.

Die Lokale (mit Ausnahme der Nachtgastronomie) durften erst Mitte Mai wieder öffnen. Jetzt, zwei Wochen später, habe man "keine negativen Auswirkungen festgestellt", erklärte Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne), warum nun die nächsten Schritte Richtung Normalisierung möglich seien.

Bundesweit gibt es mittlerweile nur noch rund 550 aktuell Erkrankte. Das sei auch der Grund, warum die lange so strikt verordnete Maskenpflicht gelockert wird. "Je kleiner die Zahl der Infizierten, desto kleiner ist die Chance, jemanden zu treffen, der einen anstecken kann", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP). Die beiden Neuerungen im Einzelnen:

  • Mund-Nasen-Schutz: Ab 15. Juni wird die Maskenpflicht generell aufgehoben. Allerdings gibt es doch weitreichende Ausnahmen: In öffentlichen Verkehrsmitteln, im gesamten Gesundheitssektor inklusive Apotheken, bei Friseuren und anderen Dienstleistern, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, gilt weiterhin die Maskenpflicht. Im Gasthaus muss das Personal eine tragen, Gäste aber nicht.
  • Gastronomie: Seit Mai dürfen Restaurants, Lokale und Cafés wieder Gäste bedienen, müssen aber spätestens um 23 Uhr schließen. Diese Sperrstunde wird Mitte Juni auf 1 Uhr nach hinten verlegt. Außerdem dürfen dann wieder mehr als maximal vier erwachsene Personen an einem Tisch Platz nehmen.

Die Befreiung von der Maskenpflicht werde ab 15. Juni auch für Schulen gelten, kündigte Kurz an. Er empfehle aber "dringend", bei Menschenansammlungen, wo es eng werde, weiterhin eine Maske zu tragen. Denn die Grundregeln "Abstand, Hygiene, Desinfektion und Mund-Nasen-Schutz" gelten weiterhin, wenn auch mehr und mehr in Eigenverantwortung.

Vorschläge jener Landeshauptleute, die regional unterschiedliche Maßnahmen einführen wollen, habe man aufgenommen "und weitgehend in die bundesweiten Schritte" einfließen lassen, betonte Anschober. "Es ist schneller gegangen, als wir geglaubt haben", sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) mit Blick auf die Erfolge seit dem Lockdown Mitte März.

Die ersten vier größeren Öffnungsschritte haben keine Rückfälle bei den Corona-Infektionen gebracht. Sollte es bei den nächsten welche geben, die nur einzelne Regionen betreffen, werde man sich mit den Ländern zusammensetzen und gemeinsam beraten, kündigte Anschober an. Ebenfalls Mitte Juni soll es wieder Reisefreiheit mit Nachbarländern geben.

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