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Innenpolitik

Kärnten-Wahlen: Stichwahl Mathiaschitz gegen Scheider in Klagenfurt

Von nachrichten.at/apa   28. Februar 2021 22:00 Uhr

KLAGENFURT. Bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Kärnten muss die Klagenfurter Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) in zwei Wochen in eine Stichwahl.

Ihr Konkurrent, Vorgänger Christian Scheider (Team Kärnten) hatte - ohne Wahlkarten - die Nase knapp vorn, er kam auf 33,3 Prozent, Mathiaschitz erhielt 32,1 Prozent der Stimmen. Die übrigen Kandidaten sind abgeschlagen, FPÖ-Kandidat Wolfgang Germ schaffte gerade einmal elf Prozent.

Bei der Gemeinderatswahl erzielte die SPÖ 30 Prozent, das Team Kärnten kam auf 24,6 Prozent, die ÖVP kam auf 14,6 Prozent, die FPÖ erreichte 11,7 Prozent, die Grünen kamen auf 8,7 Prozent, NEOS 5,8 Prozent. Insgesamt waren in Klagenfurt elf Listen angetreten. Das Ergebnis mit Wahlkarten wird erst am Montag vorliegen.

In Wolfsberg hat Stadtchef Hannes Primus (SPÖ) ohne Wahlkarten 65 Prozent der Stimmen erzielt, die SPÖ kam auf 58,5 Prozent. In Villach kam SPÖ-Bürgermeister Günther Albel auf 58,9 Prozent und schaffte im Gemeinderat 50 Prozent. Er hat seine Wiederwahl damit sicher. Auch Feldkirchens ÖVP-Bürgermeister Martin Treffner dürfte deutlich bestätigt werden, er kam auf 55 Prozent. In St. Veit/Glan legte die SPÖ kräftig auf 61,5 Prozent zu, SPÖ-Stadtchef Martin Kulmer kam in St. Veit auf 67,7 Prozent und kann schon feiern. Auch Markus Lakounigg, Bürgermeister in Völkermarkt, dürfte im ersten Wahlgang durch sein, er errang 53,5 Prozent.

In Spittal muss SPÖ-Bürgermeister Gerhard Pirih in die Stichwahl. Er schaffte 33,3 Prozent, sein Vorgänger Gerhard Köfer (Team Kärnten) hat mit 38 Prozent die Nase vorn. Im Gemeinderat ist das Team Kärnten mit 31 Prozent knapp vor der SPÖ (30,1). In Hermagor schaffte Ronacher mit den Wahlkarten 44,2 Prozent, Astner erzielte 37,6 Prozent. Die SPÖ gewann vier Prozent dazu und erzielte 43,6 Prozent, die ÖVP verbesserte sich von 30,7 auf 33,4 Prozent.

In Kötschach-Mauthen hielt die SPÖ den Bürgermeister: Josef Zoppoth verlor zwar zweistellig, kam aber trotzdem auf mehr als 66 Prozent. Sein ÖVP-Konkurrent Christoph Zebedin legte zweistellig zu und kam auf 33,6 Prozent. In Kirchbach im Gailtal muss FPÖ-Bürgermeister Hermann Jantschgi in die Stichwahl, er verlor mehr als neun Prozent und kam nur auf 39,1; sein Konkurrent in zwei Wochen ist SPÖ-Mann Markus Salcher, er kam auf 45,49 Prozent.

Gurk, wo Langzeit-Bürgermeister Siegfried Kampl nicht mehr angetreten ist, bleibt hingegen freiheitlich. Siegfried Wuzella schaffte es mit 56,26 Prozent im ersten Anlauf. In der Gemeinde Weißensee wird es in zwei Wochen eine Stichwahl geben. Bei den Gemeinderatswahlen blieb die Kommune Lesachtal fest in ÖVP-Hand, verlor aber ein paar Stimmen, während die SPÖ zweistellig zulegte.

105.612 Wahlkarten wurden ausgegeben, so viele wie nie zuvor. Da die Stimmen erst ausgezählt werden dürfen, wenn die Wahllokale geschlossen sind, sind Verzögerungen bei den Ergebnissen zu erwarten. So haben etwa die Städte Klagenfurt, wo 10.113 Wahlkarten beantragt wurden, und Villach, wo es sogar 10.570 waren, bereits angekündigt, am Sonntagabend vorläufige Resultate bekannt zu geben. Die Endergebnisse werden erst am Montag vorliegen, im Falle Villachs wohl erst am Abend.

Die Landeswahlbehörde veröffentlicht die Resultate in der Reihenfolge, wie sie bei ihr einlangen. Vorläufige Ergebnisse ohne Briefwahl werden auf der offiziellen Website des Landes nicht in den Ergebnislisten aufscheinen.

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