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Innenpolitik

MFG rüstet sich für Nationalratswahlen, „egal wann“

Von Jasmin Bürger  27. Oktober 2021 18:54 Uhr

PK MENSCHEN-FREIHEIT-GRUNDRECHTE …STERREICH (MFG …STERREICH) "3G AM ARBEITSPLATZ - GEHT DIE TREIBJAGD AUF UNGEIMPFTE WEITER?"
MFG-Parteichef Michael Brunner und Bundesgeschäftsführer Gerhard Pöttler (re.)

WIEN. Impfskeptiker-Partei bastelt an Strukturen in allen Bundesländern und bleibt monothematisch.

Es war nach dem überraschenden Einzug in den oberösterreichischen Landtag der erste größere bundesweite Medientermin der neuen Partei Menschen – Freiheit – Grundrechte (MFG): Am Mittwoch luden Bundesparteiobmann Michael Brunner, ein Anwalt, und Bundesgeschäftsführer Gerhard Pöttler, selbstständiger Berater für medizinische Berufe, in Wien zu einer Pressekonferenz.

Die Botschaft war klar: MFG sei gekommen, um zu bleiben. „Selbstverständlich werden wir bei der nächsten Nationalratswahl antreten, egal wann diese stattfindet“, bekräftigte Pöttler. Ob es auch einen MFG-Bundespräsidentschaftskandidaten für die Wahl im Herbst 2022 geben werde, ließ er dagegen offen. Inhaltlich blieben die MFG-Vertreter monothematisch bei ihrer Kritik an den Corona-Maßnahmen. Insbesondere stellte Brunner die Wirkung der Schutzimpfung in Frage und sprach, ohne jeglichen Beleg, von „Impftoten“. Pöttler führte die Tatsache ins Treffen, dass auf den Intensivstationen auch geimpfte Corona-Patienten liegen.

Vorgehen will die Partei als nächstes gegen die geplante 3G-Regel am Arbeitsplatz, man überlege, vor den Verfassungsgerichtshof zu ziehen, so Brunner. Der oberösterreichische Finanzberater Bernhard Costa kündigte einen „Boykott“ der 3G-Regeln von mehreren Unternehmen an – die OÖN-Nachfrage nach Details ließ MFG gestern unbeantwortet. In Oberösterreich ist die Partei zudem wegen Aussagen einer Politikerin selbst mit Klagen konfrontiert.

Auskunftsfreudiger war Brunner, was den Aufbau von Parteistrukturen betrifft: Man sei in fast allen Bundesländern mit einer Landesorganisation, teils auch schon mit Bezirks- und Ortsgruppen vertreten, in Vorarlberg und Burgenland laufe der Aufbau an.

Laut Pöttler „laufen uns die Menschen in Scharen zu, das würden sie nicht tun, wenn sie von den im Parlament vertretenen Parteien vollends überzeugt wären“, ätzte er vor allem Richtung FPÖ.

Artikel von

Jasmin Bürger

Redakteurin Innenpolitik

Jasmin Bürger
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