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Innenpolitik

Heftige Kritik an ORF-Gala im Lockdown

27. November 2021 00:04 Uhr

WIEN. Viel Kritik ergoss sich gestern über die "Licht ins Dunkel"-Gala des ORF vom Mittwochabend. Vor allem die FPÖ attackierte die Politiker, die daran mitgewirkt haben.

Mitglieder der Bundesregierung hätten bei einer "Aftershow-Party" nach der Sendung "ohne Genierer" gefeiert, wie der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp anprangerte – und dies, während sich das Land im Lockdown befinde.

Da auf einem von der FPÖ gezeigten Foto auch Kanzler Alexander Schallenberg (VP) zu sehen war, bezeichnete Nepp ihn als rücktrittsreif. Für FPÖ-Chef Herbert Kickl seien die "Teilnehmer der ORF-Party allesamt moralisch bankrott und rücktrittsreif".

Der ORF betonte, dass die "Licht ins Dunkel"-Gala wie alle ORF-Studiosendungen als TV-Produktion und nicht als Veranstaltung gelte und somit auch im Lockdown durchgeführt werden dürfe. Die Gäste seien Mitwirkende an der Gala gewesen, die auch Spenden an den Telefonen entgegengenommen hätten.

Zur angeblichen "Aftershow-Party" hielt der ORF fest, dass es eine solche nicht gegeben habe. Die Mitwirkenden seien nach der Live-Sendung verabschiedet worden. Bis die Letzten den ORF verlassen hatten, seien rund 35 Minuten vergangen. "Dabei wurden offenbar von einzelnen Mitwirkenden Erinnerungsfotos gemacht, die aus dem Kontext gerissen den falschen Eindruck einer Partysituation erwecken können", hieß es.

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