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Innenpolitik

Gecko gegen Verkürzung der Quarantäne für Infizierte

Von nachrichten.at/apa   22. Januar 2022 15:36 Uhr

Corona: Gericht stellt Behördenvorgehen infrage
Die gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination (Gecko) spricht sich gegen ein Freitesten nach dem dritten Tag aus.

WIEN. Die Gecko rät der Regierung davon ab, die Quarantäne für Corona-Infizierte weiter zu verkürzen. Von einer Freitest-Möglichkeit für dreifach Geimpfte schon nach drei Tagen sei "keine große Wirkung auf den Schutz der kritischen Infrastruktur zu erwarten" - aber sie würde die Gesundheitsbehörden erheblich mehr belasten und ginge zulasten der knappen PCR-Kapazitäten, heißt es in dem am Samstag veröffentlichen Bericht.

Seit 8. Jänner können sich infizierte Personen (wie auch Kontaktpersonen) nach fünf Tagen - früher waren es zehn Tage - freitesten. Angesichts der mit der Omikron-Variante stark angestiegenen Anzahl Erkrankter und damit auch ausfallender Arbeitskräfte wurden u.a. seitens der Wirtschaft, aber auch seitens der Stadt Wien Forderungen nach einer Verkürzung der Quarantäne laut.

Die Gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination (Gecko) ging in ihrer Sitzung am Freitag also der Frage nach, ob man dreifach geimpfte Personen mit negativem PCR-Test bereits ab dem dritten Tag aus der Absonderung entlassen sollte. Und kam zu dem Schluss, dass "von der Umsetzung dieses Vorhabens abgeraten" wird.

Denn es werde erwartet, dass Infizierte nach drei Tagen noch ziemlich sicher positiv sind. Man könne also nicht mit einer großen Wirkung für den Schutz der kritischen Infrastruktur rechnen. Den Gesundheitsbehörden würde es allerdings sehr viel mehr Arbeit machen, müssten sie doch bei jedem positiven Fall den Status erheben und einen entsprechenden Bescheid ausstellen. "Bei sehr hohen Fallzahlen wäre das wahrscheinlich auch nicht mehr machbar", stellt Gecko fest. Und merkt auch noch an: Tests am dritten Tag und dann bei den meisten Infizierten wieder am fünften Tag würden "auch auf Kosten der ohnehin knappen PCR-Kapazitäten gehen".

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