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FPÖ feiert historischen Sieg, ÖVP verliert viel, SPÖ leicht

10. Juni 2024, 00:04 Uhr
FPÖ feiert historischen Sieg, ÖVP verliert viel, SPÖ leicht
Die Spitzenkandidaten diskutierten das Wahlergebnis im Haus der EU. Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

WIEN. Um 17 Uhr lieferte die Trendprognose erste Wahlergebnisse. Die Meinungsumfragen wurden bestätigt: Die FPÖ erreichte in der ersten Prognose von Foresight, ARGE Wahlen und Peter Hajek 27 Prozent. Damit liegt die FPÖ erstmals bei einer bundesweiten Wahl auf Platz eins.

In der Prognose erreichte die ÖVP mit 23,5 Prozent knapp vor der SPÖ Platz zwei, die auf 23 Prozent kam. Das Ergebnis sollte erst um 23 Uhr und damit nach dem Ende des Redaktionsschlusses dieser Ausgabe feststehen.

Für die ÖVP war der voraussichtlich zweite Platz nur ein schwacher Trost: Die Partei hatte 2019 34,6 Prozent erreicht, die Verluste waren zweistellig, die ÖVP büßte zwei Mandate ein und nimmt nur noch fünf Sitze im EU- Parlament ein. Die Volkspartei war damit der große Wahlverlierer. VP-Spitzenkandidat Reinhold Lopatka versuchte das Ergebnis dennoch schönzureden: Der Ausgang der Wahl sei zwar bitter für die ÖVP, aber da die ersten drei Parteien "knapp" beieinander lägen, sei eine Aufholjagd bei der Nationalratswahl im Herbst möglich.

Kein Rückenwind

In der SPÖ herrschte Katerstimmung. Man hatte mit Zugewinnen gerechnet, nun erzielte die Partei in etwa das gleiche Ergebnis wie 2019. Damit hält sie ihre fünf Mandate. "Die SPÖ ist nach wie vor in einer schwierigen Phase, wie es ausschaut", sagte SP-Spitzenkandidat Andreas Schieder. Der erhoffte Rückenwind für die Nationalratswahl bleibe aus.

Der große Sieger ist die FPÖ, die ihren Mandatsstand von drei auf sechs verdoppeln konnte. Die Freiheitlichen hatten für ihre Wahlparty ein Weinlokal in der Nähe des Parlaments gebucht: Der Andrang der Feiernden war groß, es wurden Würstel, Gulasch und Bier serviert. Der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer (FP) freute sich: Die Menschen würden sich Veränderung wünschen. "Das wird man auch im Herbst spüren."

Nervenkitzel brachte auch das Rennen um Platz vier: In der ersten Prognose lagen Grüne und Neos mit 10,5 Prozent gleich auf. Für die Neos bedeutet das ein Mandat mehr, die Grünen verlieren eines. Der grüne Sozialminister Johannes Rauch dankte allen, die den Grünen "trotzdem" ihre Stimme gegeben haben, er erinnerte an den turbulenten Wahlkampf rund um Spitzenkandidatin Lena Schilling. Begeistert waren die Neos: "Wir sind Gewinner heute", sagte Parteichefin Beate Meinl-Reisinger. Erstmals erzielte ihre Partei ein zweistelliges Ergebnis.

Die Kommunisten legten auf drei Prozent zu, sie kämen damit ebenso wenig in das EU-Parlament wie die Liste DNA (2,5 Prozent). DNA-Chefin Maria Hubmer-Mogg erklärte, bei der Nationalratswahl nicht anzutreten.

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