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Innenpolitik

Corona: Mückstein denkt an weitere Verschärfungen

Von nachrichten.at/apa   10. September 2021 14:33 Uhr

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne)

WIEN. Kommenden Mittwoch tritt das nächste Paket zur Entschärfung der Coronakrise in Kraft. Gesundheitsminister Mückstein kündigt indes schon weitere Verschärfungen an, sollte sich die Auslastung der Intensivbetten auf über 20 Prozent erhöhen.

Die Verordnung dazu, die Details klären soll, lag bis Freitag aber noch nicht vor. Sie dürfte erst Anfang kommender Woche verfügbar sein. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) denkt indes schon an die nächsten Schritte. So überlegt er ein Ende der Gratistests, um die Impfmoral zu erhöhen.

Fix ist, dass Phase 1 der neuen Maßnahmen mit 15. September startet. Auch wenn die Belastung der Intensivstationen mit zehn Prozent vorher erreicht ist, wird an diesem Datum festgehalten. Bei den weiteren Stufen wird hingegen auf das tatsächliche Erreichen der 15- bzw. 20-Prozent-Marke abgestellt. Ist man dort angelangt, treten sieben Tage später die vorgesehenen Maßnahmen in Kraft.

  • ZIB-Video: Mückstein kündigt weitere Verschärfungen an

Rückkehr der FFP2-Masken

Mittwoch ist das Comeback der FFP2-Maske überall dort, wo Maskenpflicht herrscht, wohl jenes Thema, das die meisten Menschen betrifft, da es hier um viel frequentierte Bereiche wie Supermärkte und öffentliche Verkehrsmittel geht. Dazu sollen Ungeimpfte im "normalen" Handel wie Kleidungsgeschäften ebenfalls FFP2-Masken tragen, Geimpften wird das nur empfohlen. In Wien, wo schon den ganzen Sommer striktere Regeln galten, ist für Immunisierte immerhin ein Mund-Nasen-Schutz anzulegen. Übernommen wird österreichweit eine in der Bundeshauptstadt geltende Regel, wonach die weniger aussagekräftigen Antigen-Tests nur mehr 24 Stunden gültig sind und nicht 48 wie bisher.

Noch interessanter wird es dann in Phase zwei ab 15 Prozent Intensivbelegung, die bald erreicht sein dürfte. Denn hier gilt bei Events mit mehr als 500 Menschen und in der Nacht-Gastronomie die 2G-Regel. Das heißt, ein Test reicht nicht mehr aus, man muss geimpft oder während der vergangenen sechs Monate genesen sein. Die Verordnung muss aber nun klären, ob das nur für Teilnehmer bzw. Gäste gilt oder aber auch für Personal. Zudem muss wohl jener Passus konkretisiert werden, wonach 2G auch in "ähnlichen Settings" wie in der Nacht-Gastronomie zu gelten hat.

Das Testen dürfte also in absehbarer Zeit gar nicht mehr so oft etwas bringen, umso mehr als Mückstein am Donnerstag auch 2G für die Tages- und Abend-Gastronomie andachte. Wer allerdings weiter darauf baut, muss möglicherweise bald etwas bezahlen. Auch wenn sich die roten Länder und Oberösterreich teils scharf dagegen aussprechen, erwägt der Gesundheitsminister das entsprechende Gratis-Angebot einzustellen. In ATV Aktuell nannte Mückstein das eine "Möglichkeit". Dies könnte durchaus auch ein Anreiz sein für Ungeimpfte, sich doch einer Immunisierung zu unterziehen: "Wir brauchen Geimpfte und nicht Getestete."

  • ZIB-Video: Mückstein für 2G-Regel in der Gastronomie

Reiseassoziierte Fälle binnen einer Woche halbiert

Mit Ferienende haben sich in der Kalenderwoche 35 (30. August bis 5. September) die reiseassoziierten Fälle im Vergleich zur Vorwoche von 31 Prozent auf 15,7 Prozent nahezu halbiert. Von 46,9 auf 56,7 Prozent angestiegen sind im Gegensatz dazu die Neuinfektionen in den Haushalten - ein Plus von nahezu zehn Prozent im Vorwochenvergleich, zeigt die Epidemiologische Covid-19-Abklärung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Demnach sind 2.688 der insgesamt 11.348 Fälle dem Haushalt zuzuordnen. 13,7 Prozent sind auf Ansteckungen beim Sport zurückzuführen. Der Handel ist laut aktueller Zahlen der AGES für lediglich 0,4 Prozent der Fälle verantwortlich. Mit 3,1 Prozent ähnlich niedrig ist die Rate der Ansteckungen im Bereich Hotel und Gastronomie. Kunst und Kultur sind demnach sogar für 0,0 Prozent der Fälle verantwortlich.

Österreichweit lag der Anteil der geklärten Infektionsquellen mit 68,1 Prozent wie in den fünf Wochen zuvor wieder bei über zwei Dritteln. Der Anteil an asymptomatischen Verläufen stieg von 27,4 Prozent auf diese Woche 28,8 Prozent an. Insgesamt wurden 5.983 Cluster-Fälle gezählt.

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