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Innenpolitik

Corona: Gecko rechnet mit Zahlen wie im März

Von OÖN   01. Juli 2022 00:04 Uhr

Corona: Gecko rechnet mit Zahlen wie im März
Katharina Reich, Mitglied des Beratungsgremiums Gecko

WIEN. Gecko, das Corona-Beratungsgremium der Regierung, rechnet bei der sich aufbauenden Sommerwelle mit einer ähnlichen Belastung des Gesundheitssystems wie bei der Omikron-Welle im März.

2500 bis 4000 Fälle könnten bundesweit auf den Normalstationen der Spitäler landen, auf den Intensivstationen 150 bis 300. Zum Vergleich: In der Herbstwelle 2020 lagen mehr als 700 Covidpatienten auf Intensivstationen. Für Oberösterreich prognostiziert Analytiker Nikolaus Popper zumindest eine Verdoppelung der derzeitigen Zahl von 120 Covidpatienten auf den Normalstationen.

Der erwartete Maximalwert der Neuinfektionen liegt bundesweit bei einer Bandbreite von 35.000 bis 70.000 Fällen pro Tag. Im März erreichten die täglichen Neuinfektionen einen Wert von 63.000. Unklar ist der Zeitpunkt des Höhepunkts der Welle. Werden die Kontakte eigenverantwortlich reduziert, dürfte der Höhepunkt Anfang Herbst eintreten. Ist dies in einem geringeren Ausmaß der Fall, könnten Höchstwerte früher erreicht werden. Einen bremsenden Effekt könnten zum einen die Ferienzeit, zum anderen ein größeres Risikobewusstsein ab einer gewissen Infektionszahl (Experten nennen rund 20.000 Infektionen pro Tag) haben. Gestern wurden etwa 12.500 Neuinfektionen registriert.

Das Beratungsgremium empfiehlt zudem, die Verfügbarkeit von Medikamenten gegen Covid zu erleichtern.

Ende der Dienstfreistellungen

Zu Ende gegangen ist heute die Möglichkeit der Dienstfreistellung für Risikogruppen. Eine Verlängerung ist laut Arbeitsministerium trotz steigender Infektionszahlen derzeit nicht geplant. Die Lage werde in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium aber genau beobachtet. Kritik am Ende der Dienstfreistellung kam vom ÖGB.

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