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Innenpolitik

Corona-Bonus: Familienbeihilfebezieher erhalten diese Woche pro Kind 360 Euro

Von nachrichten.at/apa   08. September 2020 14:44 Uhr

Familie Vater Kind Familie
(Symbolbild)

WIEN. Die Regierung schüttet diese Woche den Corona-Bonus für Familien von 360 Euro pro Kind aus.

Den Angaben zufolge sind das für die rund 1,824 Millionen Kinder, für die Familienbeihilfe bezogen wird, in Summe 678 Mio. Euro.

Die automatische Auszahlung erfolge in den nächsten zwei Tagen, sagten Familienministerin Christine Aschbacher und Finanzminister Gernot Blümel (beide ÖVP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Die 360 Euro pro Kind werden wie die Familienbeihilfe indexiert. Das heißt, rund 137.000 Anspruchsberechtigte mit im Ausland lebenden Kindern erhalten mehr oder weniger als die 360 Euro, je nach den Lebenshaltungskosten im jeweiligen Land.

"Jede Familie, die Familienbeihilfe bezieht, bekommt das Geld", sagte Blümel. Der Stichtag dafür ist im September. Ein Antrag ist nicht notwendig.

Seit heute werde das Geld auf die Konten aller Anspruchsberechtigten überwiesen, hieß es. Aschbacher sagte, es hätten ihr bereits Familien geschrieben, die sich für das Geld bedankt haben.

Der Kinderbonus soll die finanziellen Folgen der Coronakrise für Familien abfedern, aber auch die Wirtschaft ankurbeln. Vor allem bei Eltern mit geringeren Haushaltseinkommen dürfte das Geld Ökonomen zufolge rasch ausgegeben und damit der Konsum angekurbelt werden.

CORONAVIRUS: PK "AUSZAHLUNG/CORONABONUS": BL?MEL/ASCHBACHER
Finanzminister Blümel und Arbeitsministerin Aschbacher bei der Pressekonferenz am Dienstag.

Pakete zum Schulstart

Die Verteilung von Schulstartpaketen für einkommensschwache Familien ist in Österreich angelaufen. Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) machte sich am Dienstag ein Bild von der Aktion und besuchte einen Standort des Logistikpartner, des Roten Kreuzes in Wien-Floridsdorf. "Wir müssen alles tun, damit die Gesundheitskrise keine soziale Krise wird", sagte er im Hinblick auf die Coronapandemie.

Das Schulstartpaket des Sozialministeriums wird seit 2015 aus Mitteln des Europäischen Hilfsfonds finanziert. Ziel ist es, diese Belastung am Anfang des Schuljahres auszugleichen, einkommensschwachen Haushalten zu helfen und gleichzeitig positiv zur Motivation der Kinder und Jugendlichen beizutragen. Wurden im Jahr 2015 noch rund 33.000 Schulstartpakete verteilt, hat sich diese Zahl bis im Jahr 2019 auf über 45.000 erhöht.

Infrage kommen Schülerinnen und Schüler, die in Haushalten mit Bezug von Mindestsicherung leben, unabhängig vom Alter und Schultyp (ausgenommen Berufsschülerinnen und Berufsschüler). Vom Roten Kreuz verteilt werden neun unterschiedliche Pakete mit Materialen, je nach Schulstufe. "Der Bildungszugang ist etwas Entscheidendes", betonte Anschober. Nach wie vor gebe es auch in Österreich in Teilbereichen Kinderarmut.

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