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Innenpolitik

Lockerungen in Schulen ab Montag

Von nachrichten.at/apa   22. April 2021 15:31 Uhr

UNTERRICHTSSTART F†R MATURANTEN
(Symbolfoto)

WIEN/LINZ. Durch den neuen Erlass des Bildungsministeriums ist ab Montag, 26. April, wieder mehr Präsenzunterricht möglich.

An den Volksschulen gibt es grundsätzlich an fünf Tagen Präsenzunterricht, ältere Schüler haben Schichtbetrieb. Allerdings dürfen zusätzlich auch Klassen mit weniger als 18 Schülern zurück in den Vollbetrieb, wenn am Standort die Hygienebestimmungen lückenlos einhaltbar sind.

Das wird vor allem Schulen im ländlichen Raum bzw. Oberstufen in höheren Klassen betreffen. Dort sind die Schülerzahlen oft geringer. Außerdem dürfen neben Matura- und anderen Abschlussklassen (für diese war dies bisher schon möglich, Anm.) auch alle vierten Klassen der AHS-Unterstufe, Mittelschule und Sonderschule sowie Polytechnische Schulen im Rahmen ihrer Schulautonomie vom Schichtbetrieb abweichen. Sie brauchen dazu also keine Zustimmung der Bildungsdirektion.

Haberlander hofft auf weitere Lockerungen

Der neue Erlass könnte in Oberösterreich zu einer Änderung für 10.358 Schülerinnen und Schüler der 8. Schulstufe, 2.927 Jugendliche der Polytechnischen Schulen sowie 7.900 Jugendliche in den Matura- und Abschlussklassen führen. "Obwohl die Entscheidung so kurzfristig kommt, sind wir davon überzeugt, dass die Schulen gut vorbereitet sind", teilten LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Bildungsdirektor Alfred Klampfer in einer gemeinsamen Aussendung mit. Haberlander kündigte an, "in den kommenden Tagen die Perspektiven für den Schulbetrieb ab Mitte Mai" mit Bildungsminister Faßmann zu klären. 

Wieder Schulveranstaltungen möglich

Der Erlass sieht neben der Ausweitung des Präsenzunterrichts weitere Erleichterungen vor: Es dürfen wieder eintägige Schulveranstaltungen und schulbezogene Veranstaltungen stattfinden - allerdings nur "unter strikter Einhaltung der notwendigen Hygienebestimmungen und Durchführung einer Risikoabwägung", wie in den am Donnerstag veröffentlichten Vorgaben an die Schulen betont wird. Außerdem sind ab Montag wieder praktische Übungen zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung und die Ablegung der freiwilligen Radfahrprüfung möglich, wenn dabei ein Hygiene- und Präventionskonzept umgesetzt wird.

Für Unmut bei der neuen SPÖ-Bildungssprecherin Petra Vorderwinkler sorgt unterdessen ein aktueller Begutachtungsentwurf für eine Regelung, die zur Bekämpfung der COVID-19 Pandemie auch für das kommende Schuljahr Ausnahmebestimmungen von schulrechtlichen Regelungen und etwa weiter die Anordnung von Distance Learning ermöglicht. "Lockdowns gehören verhindert, nicht vorbereitet!", kritisiert sie in einer Stellungnahme gegenüber der APA. Als Direktorin und Volksschullehrerin habe sie hautnah erlebt, was es heißt, wenn Kinder ihre Freunde, Lehrerinnen und Lehrer nur noch vom Bildschirm kennen, so Vorderwinkler, die auch auf die starke Zunahme psychischer Erkrankungen junger Menschen verweist. "Die Politik muss dafür sorgen, dass Schulen nie mehr geschlossen werden müssen."

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