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Innenpolitik

869 Corona-Neuinfektionen in Österreich

Von nachrichten.at/apa/az   12. September 2020 09:55 Uhr

(Symbolfoto)

WIEN. Die aktuellen Corona-Zahlen haben am auch Samstag neuerlich eine drastische Zunahme gezeigt. Alleine in Wien wurden 444 neue Corona-Infektionen registriert.

869 Corona-Neuinfektionen wurden am Samstag in Österreich binnen 24 Stunden registriert. Das war der vierte Tag hintereinander mit mehr als 500 Ansteckungen. Darum führt die Bundesregierung wieder bundesweit strengere Maßnahmen ein. Darin sehen viele das Ende der Corona-Ampel, die auf Bezirke abstellt. Das Gesundheitsministerium entgegnet: Man wolle damit verhindern, dass mehr Bezirke auf Gelb gestellt werden. Die Corona-Kommission sei einhellig dieser Meinung gewesen.

Den Leiter der Ampel-Kommission, Ulrich Herzog, beunruhigt die jüngste Entwicklung bei den Corona-Neuinfektionen, wie er Freitagabend in einem ZiB2-Interview sagte. Mit Stand 21.00 Uhr wurden nämlich sogar 912 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden gemeldet, was den höchsten Wert seit Ende März darstellt.

Heute um 11.30 Uhr waren es - innerhalb der letzten 24 Stunden berechnet - zwar weniger, aber immer noch 869 Corona-Neuinfektionen, alleine 444 davon wurden in Wien registriert.

Die Neuinfektionen (Stand 9.30 Uhr) teilen sich auf die Bundesländer Österreichs wie folgt auf:

  • Wien: 444
  • Niederösterreich: 135
  • Tirol: 87
  • Oberösterreich: 78
  • Steiermark: 57
  • Vorarlberg: 28
  • Salzburg: 25
  • Burgenland: 9
  • Kärnten: 6

Video: Ulrich Herzog über die Unklarheiten in Bezug auf die Corona-Ampel

Freitagvormittag hatte das Gesundheits- und Innenministerium noch 580 bestätigte Corona-Neuinfektionen mit Stand 9.30 Uhr bekannt gegeben. Die Zahlen würden dem entsprechen, "was wir seit längerem sehen", so Herzog. Dennoch müsse mit "Maß und Ziel" vorgegangen und nicht zu schnell die Ampel auf Orange geschaltet werden, verteidigte Herzog das Vorgehen der Ampel-Kommission. Dass ganz Österreich kommende Woche Orange sei, sei nicht anzunehmen.

Herzog räumte ein, dass es in der Kommission etwa eine "intensive Diskussion" darüber gegeben habe, ob es sinnvoll sei, ganz Österreich auf Gelb zu stellen, weil viele Bezirke an der Grenze zu Gelb gestanden seien. Aber man habe davon Abstand genommen, weil viele Maßnahmen über die Maskenpflicht hinaus im Bereich der Schulen, der Krankenanstalten und im Pflegebereich hätten implementiert werden müssen, wäre generell auf Gelb gestellt worden.

Im Folgenden die ab Montag gültigen Maßnahmen:

  • Maskenpflicht: In allen Kundenbereichen in geschlossenen Räumen muss künftig der Mund-Nasen-Schutz getragen werden – im Handel, Dienstleistungsbereich und Parteienverkehr. Außerdem gilt die Maskenpflicht für die Mitarbeiter in der Gastronomie und in den Schulen außer im Klassenzimmer (Details zu den Schulen auf Seite 21). So wie bisher muss die Maske auch in Lebensmittelgeschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis, bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen (außer am Platz), in Apotheken, Pflegeheimen und Krankenanstalten, Tankstellen, Bank- und Postfilialen getragen werden. Notwendig ist die Maske auch, wenn bei Demonstrationen der Ein-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann.
  • Bewirtung: Konsumation in der Gastronomie ist in geschlossenen Räumen nur noch am Sitzplatz möglich. Bewirtung im Barbereich ist nicht erlaubt.
  • Veranstaltungen: Die maximale Besucherzahl bei Veranstaltungen wird noch stärker beschränkt, als es am Donnerstag im Gespräch war. Ab Montag sind in geschlossenen Räumen 1500 Besucher erlaubt, im Freien 3000 – wenn es zugewiesene Plätze gibt. Ohne fixe Plätze sind es 50 bzw. 100 Gäste. Bis Sonntag gilt noch die bisherige Regelung mit 5000 bzw. 10.000 Besuchern bei zugewiesenen Plätzen sowie 200 Gästen ohne fixe Plätze. Von diesen Restriktionen sind besonders die Bereiche Sport und Kultur betroffen.
  • OÖN-TV: Regierung verschärft Corona-Maßnahmen

Corona-Ampel: Die Regierung hat am Freitag verkündet, was die Corona-Kommission nach heftigem Gerangel unter den Experten und den Koalitionsparteien empfohlen hatte: Wien, Graz und Kufstein bleiben auf Gelb, dazu kamen Innsbruck, Schwaz, Wiener Neustadt und Korneuburg. Linz wurde auf Grün zurückgestuft. Die bundesweiten Maßnahmen entsprechen nun aber der Gelb-Stufe bzw. gehen teils darüber hinaus.

 

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