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Innenpolitik

Bundesweiter Lockdown: Was ab heute gilt

22. November 2021 00:04 Uhr

Lockdown, der vierte: Was ab heute gilt
Im Advent heißt es in Österreich nun zum vierten Mal: alles dicht. Handel, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen.

WIEN. Heute hat in Österreich der vierte Corona-Lockdown begonnen. Die Verordnung wurde gestern im Hauptausschuss des Nationalrats beschlossen. Die wichtigsten Regelungen im Überblick:

Ausgangsbeschränkungen: Diese gelten nun wieder für alle, rund um die Uhr. Den eigenen Wohnbereich verlassen darf man wieder nur aus den bekannten Gründen: Gang zur Arbeit, Versorgung mit Grundgütern des täglichen Lebens, Gang zum Arzt und zu sonstigen Gesundheitsdienstleistungen oder der Weg zur Impfung oder Testung, sowie die Befriedigung religiöser Grundbedürfnisse, Weg zur Schule oder Universität, Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen, Ausübung familiärer Pflichten, Versorgung von Tieren, Wahrnehmung behördlicher Termine und Aufenthalt im Freien zur körperlichen und psychischen Erholung. Kontakt abseits des eigenen Haushaltes ist nur zu – einzelnen – engsten Angehörigen oder wichtigen Bezugspersonen erlaubt. Außerdem gilt wieder der Zwei-Meter-Abstand.

Dauer: Der österreichweite Lockdown gilt bis einschließlich 12. Dezember. Danach soll für Geimpfte und Genesene wieder geöffnet werden, der Lockdown für die Ungeimpften geht weiter. In Oberösterreich hat man sich festgelegt, den Lockdown hierzulande bis mindestens 17. Dezember dauern zu lassen.

Schulen: Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen sind offen, empfohlen wird – wenn möglich –, die Kinder zu Hause zu lassen.

  • Video: Österreich seit Mitternacht wieder im Lockdown

Handel, Dienstleistungen: Abseits der Grundversorgung ist der ganze Handel geschlossen. Offen bleiben: Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Banken, Post, Trafiken und Zeitungskioske. Geschlossen werden auch die "körpernahen" Dienstleistungen wie Friseure oder Kosmetiker.

Freizeit, Kultur: Der gesamte Freizeitbereich, vom Zoo bis zu den Schwimmbädern, ist geschlossen. Gleiches gilt für den Kulturbereich: Theater, Konzertsäle, Kinos, Museen und Bibliotheken haben nicht geöffnet.

Gastronomie, Hotellerie: Nur Betriebskantinen sowie gastronomische Betriebe in Kranken- und Kuranstalten, Pflegeheimen, Schulen und Kindergärten sind geöffnet. Die Abholung von Speisen und Lieferservice sind erlaubt. Auch die Hotels sind zu, erlaubt sind Übernachtungen aus beruflichen Gründen.

Arbeitsplatz: Hier gilt weiterhin 3G und eine Empfehlung für Homeoffice für alle Bereiche, wo dies möglich ist.

Besuche in Altenheimen und Spitälern: Besuche sind nur beschränkt möglich und erfordern einen 2G-Nachweis samt negativem PCR-Test.

Maskenpflicht: In allen geschlossenen Innenräumen (außer dem Privatbereich) gilt eine FFP2-Maskenpflicht, auch am Arbeitsplatz.

Kontrollen: Die Kontrollen werden verschärft, die Geldstrafen gehen bis zu 1450 Euro.

Sport: Spitzensportveranstaltungen finden weiterhin statt, aber ohne Publikum. Der Vereinssport ruht gänzlich. Skifahren wird möglich sein, da die Benützung von Seilbahnen mit 2G-Nachweis gestattet ist.

Impfpflicht und Grüner Pass

Ab Februar 2022 soll in Österreich eine Corona-Impfpflicht eingeführt werden. Bei Verstößen drohen Verwaltungsstrafen, Details stehen noch nicht fest, ein Gesetz dafür soll nun ausgearbeitet werden.

Änderungen wird es mit Februar 2022 auch für den Grünen Pass geben. Sobald sieben Monate nach dem Zweitstich verstrichen sind (die derzeitige Frist liegt bei neun Monaten), verliert der Grüne Pass seine Gültigkeit für Zutritte in 2G-Bereiche.

Bei vorangegangenen Impfungen mit Vektorimpfstoffen (AstraZeneca) ist ab sofort ausdrücklich die dritte Dosis ab dem vierten Monat empfohlen, bei mRNA-Impfstoffen wie Pfizer oder Moderna ist der dritte Stich ab dem vierten Monat „möglich“.

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126  Kommentare expand_more 126  Kommentare expand_less

    • Ausgewählte Kommentare
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    FORTUNATUS (23.029 Kommentare)
    am 22.11.2021 07:50 Uhr

    Je länger der Prozess von Infektionen dauert, desto länger wird es auch dauern, bis das Virus endemisch wird. Sars-CoV-2 ist ein sehr flexibler Virus, im Vergleich zu anderen Virenarten, die wir kennen. Daher dringend Lockdown mit anschließender Impfpflicht derjenigen, welche noch ungeimpft sind.

    Es ist nicht die Impfung, welche zu schwach ist. Es ist das Virus, welches zu stark ist. Das erkennen wir auch, dass bei einer Infektion der Ungeimpften, die Antikörper noch schnelle ihre Wirkung verlieren, als die eigentliche Impfwirkung ihre Wirkung hält.